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GerambRose 2026: Tennenmälzerei und Schule ausgezeichnet

Zwei Bauprojekte der Stadt Graz, die revitalisierte Tennenmälzerei und die Volksschule Reininghaus, haben die GerambRose 2026 erhalten. Die Verleihung fand am 28. Oktober in der Tennenmälzerei statt.

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Zwei Bauprojekte der Stadt Graz wurden mit der GerambRose 2026 ausgezeichnet: die revitalisierte Tennenmälzerei und die Volksschule Reininghaus. Die Preisverleihung des Vereins BauKultur Steiermark fand am 28. Oktober in der Tennenmälzerei statt, die damit zugleich einer der beiden Grazer Siegerorte war. Beide Gebäude stehen im Stadtteil Reininghaus, in Sichtweite voneinander.

Jury und Verleihung

Aus 64 Einreichungen besichtigte eine internationale Fachjury unter dem Vorsitz der Architektin Sybille Caspar 18 Projekte vor Ort. Sechs davon erhielten die GerambRose, ein weiteres die Sonderauszeichnung „GerambRose - Klassiker“. Der Verein BauKultur Steiermark vergibt den Preis alle zwei Jahre.

Bei der Veranstaltung würdigten Landesrätin Claudia Holzer, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner und Landesbaudirektor Andreas Tropper gemeinsam mit Geschäftsführerin Sabine Siegel (Verein für Baukultur) die Bedeutung qualitätsvoller Baukultur. Für Stadtbaudirektor Bertram Werle unterstreichen die Auszeichnungen den hohen Stellenwert qualitätsvoller Architektur im kommunalen Hochbau.

Tennenmälzerei: Altes bewahren, Neues ermöglichen

Die Tennenmälzerei ist ein 1888 errichtetes, denkmalgeschütztes Industriegebäude. Heute dient sie als offener Treffpunkt für Nachbarschaft, Kultur und Veranstaltungen. Die Revitalisierung macht die Spuren der früheren industriellen Nutzung sichtbar.

Das Architekturkonzept stammt vom Breathe Earth Collective gemeinsam mit Hohensinn Architektur. Ein vorgelagerter Stahlbau schafft neue Zugänge, die Eingriffe in die Bausubstanz wurden bewusst gering gehalten. Wiederverwendete Materialien und flexibel nutzbare Räume prägen das Innere. Auftraggeberin war die Abteilung für Immobilien unter Leitung von Heike Wolf-Nikodem-Eichenhardt, seitens der Stadtbaudirektion begleitete Ingrid Frisch das Projekt. Die Umsetzung erfolgte durch die GBG Gebäude- und Baumanagement Graz in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt.

Volksschule Reininghaus: Ökologisch und offen

Die Volksschule Reininghaus wurde vom Grazer Büro dreiplus ARCHITEKTEN ZT GmbH geplant. Sie bietet offene Lernlandschaften, flexibel nutzbare Gemeinschaftsbereiche und begrünte Freiräume. Photovoltaik, ökologische Baustoffe und ein Energiekonzept ergänzen die Architektur. Die Schule erhielt bereits den Qualitätsstandard klimaaktiv Gold.

Auftraggeberin war die Abteilung für Bildung und Integration unter Leitung von Günter Fürntratt. Die Projektverantwortung in der Stadtbaudirektion lag bei Johannes Jagersbacher.

Weitere Preisträger

Neben den beiden städtischen Projekten wurden ausgezeichnet:

  • Montagehalle ganz in Holz, Frauental
  • Kinderkrippe Gabersdorf
  • Jesuitenrefektorium, Graz
  • Kindergarten Mühltal, Leoben
  • Haus Lojen, Graz - Sonderauszeichnung „GerambRose - Klassiker“

Weitere Informationen bietet die Stadt Graz.