Graz Wahl 2026: Hochrechnung & Ergebnisse
Liveticker zur Grazer Gemeinderatswahl am 28. Juni 2026: aktuelle Zahlen, Grafik und Einordnung - laufend aktualisiert. Die KPÖ gewinnt mit rund 36 Prozent klar vor der ÖVP, die SPÖ stürzt ab.
Die KPÖ gewinnt die Wahl mit 35,6 Prozent und käme auf 18 der 48 Gemeinderatssitze - klar stärkste Kraft, aber unter der absoluten Mehrheit von 25. Die ÖVP folgt mit 25,4 Prozent (13 Sitze), die SPÖ stürzt auf zwei Mandate ab.
Live: Ergebnis der Graz-Wahl am 28. Juni
| Partei | Stimmenanteil | Veränderung | Mandate |
|---|---|---|---|
| KPÖ | 35,63 % | +6,79 | 18 (+3) |
| ÖVP | 25,35 % | -0,56 | 13 (±0) |
| Grüne | 14,83 % | -2,49 | 7 (-2) |
| FPÖ | 12,20 % | +1,59 | 6 (+1) |
| SPÖ | 5,63 % | -3,90 | 2 (-2) |
| NEOS | 4,83 % | -0,59 | 2 (±0) |
| KFG | 0,70 % | neu | - |
| MFG | 0,27 % | neu | - |
| PIRAT | 0,25 % | -0,14 | - |
| GAZA | 0,20 % | neu | - |
| DBÖ | 0,11 % | neu | - |
Veränderung in Prozentpunkten gegenüber der Wahl 2021, Mandate im Vergleich zu 2021 in Klammern. Alle 279 Sprengel sind ausgezählt, allein die Briefwahl fehlt noch - die Werte und die Sitzverteilung können sich dadurch noch leicht verschieben.
Mit allen 279 ausgezählten Sprengeln liegt die KPÖ bei 35,6 Prozent und gewinnt die Wahl klar - ihr schon historischer Sieg von 2021 ist damit übertroffen. Sie käme auf 18 der 48 Gemeinderatssitze, die absolute Mehrheit von 25 bleibt außer Reichweite, für eine Mehrheit wäre weiter ein Partner nötig. Die ÖVP erreicht mit 25,4 Prozent ihr Ergebnis von 2021 und käme auf 13 Sitze. Die Grünen halten mit 14,8 Prozent (7 Sitze) klar Platz drei vor der FPÖ mit 12,2 Prozent (6 Sitze). Die SPÖ stürzt auf 5,6 Prozent und nur noch zwei Mandate ab, NEOS hält mit 4,8 Prozent ebenfalls zwei Sitze. Das amtliche Endergebnis inklusive Briefwahl folgt am Montag.
Liveticker zur Graz-Wahl
Alle Sprengel ausgezählt: KPÖ gewinnt klar. Mit der Auszählung aller 279 Sprengel steht das Ergebnis ohne Briefwahl fest: Die KPÖ gewinnt mit 35,6 Prozent (18 Sitze) vor der ÖVP mit 25,4 Prozent (13). Es folgen Grüne (14,8 Prozent, 7 Sitze), FPÖ (12,2 Prozent, 6), SPÖ (5,6 Prozent, 2) und NEOS (4,8 Prozent, 2). Die Briefwahl wird am Montag ausgezählt und bringt das amtliche Endergebnis - an den knappen Mandaten kann sich dann noch etwas verschieben.
Auszählung der Sprengel fast fertig - Bild stabil. Bei 272 von 279 Sprengeln (97 Prozent) ändert sich kaum noch etwas: KPÖ 35,7 Prozent (18 Sitze), ÖVP 25,3 Prozent (13), Grüne 14,8 Prozent (7), FPÖ 12,2 Prozent (6), SPÖ 5,6 Prozent (2), NEOS 4,8 Prozent (2). Offen sind noch sieben Sprengel und die gesamte Briefwahl - sie entscheiden über die letzten knappen Mandate.
ÖVP erreicht 2021-Niveau, SPÖ verliert ein weiteres Mandat. Bei 264 von 279 Sprengeln (95 Prozent) bleibt die KPÖ mit 35,7 Prozent klar voran (18 Sitze). Die ÖVP kommt auf 25,3 Prozent und hält damit ihre 13 Mandate von 2021. Grüne (14,8 Prozent, 7 Sitze) und FPÖ (12,3 Prozent, 6 Sitze) folgen. Die SPÖ rutscht mit 5,7 Prozent auf nur noch zwei Sitze, NEOS hält ebenfalls zwei. Es fehlt noch die Briefwahl.
Fast ausgezählt - Reihenfolge steht. Bei 243 von 279 Sprengeln (87 Prozent) bleibt die KPÖ mit 36,1 Prozent klar vorne und käme auf 18 Sitze. Die ÖVP holt weiter auf (24,8 Prozent, 12 Sitze). Die Grünen sichern Platz drei mit 14,4 Prozent (7 Sitze) deutlich vor der FPÖ (12,6 Prozent, 6 Sitze). SPÖ drei, NEOS zwei Mandate. Es fehlen noch die letzten Sprengel und die gesamte Briefwahl.
ÖVP gewinnt ein Mandat, KPÖ verliert eines. Mit 174 von 279 ausgezählten Sprengeln rücken KPÖ und ÖVP etwas näher zusammen: Die KPÖ kommt auf 36,9 Prozent und nun 18 Sitze, die ÖVP auf 23,7 Prozent und 12 Sitze. An den Plätzen drei bis sechs ändert sich nichts - Grüne (7), FPÖ (6), SPÖ (3), NEOS (2). Die Briefwahl ist weiter nicht ausgezählt.
Grüne ziehen knapp an der FPÖ vorbei. Bei 158 von 279 Sprengeln führt die KPÖ mit 37,1 Prozent (19 Sitze) klar vor der ÖVP (23,2 Prozent, 11 Sitze). Dahinter ein Fotofinish: Die Grünen liegen mit 13,69 Prozent hauchdünn vor der FPÖ mit 13,66 Prozent und holen das siebte Mandat, die FPÖ kommt auf sechs. SPÖ drei, NEOS zwei Sitze. Die Briefwahl ist weiter nicht ausgezählt.
Erste Mandate: KPÖ knapp unter der absoluten Mehrheit. Bei 101 von 279 Sprengeln liegt die KPÖ bei 38,2 Prozent und käme auf 19 der 48 Gemeinderatssitze - die absolute Mehrheit (25 Sitze) wäre damit nicht erreicht. Es folgen ÖVP (22,1 Prozent, 11 Sitze) und FPÖ (14,5 Prozent, 7 Sitze), die Grünen verlieren auf 12,6 Prozent (6 Sitze). SPÖ kommt auf drei, NEOS auf zwei Mandate. Die Briefwahl ist weiter nicht ausgezählt.
Erste Hochrechnung: KPÖ klar voran. Die erste Hochrechnung sieht die KPÖ bei 35,8 Prozent, deutlich vor der ÖVP mit 25,6 Prozent. Es folgen die Grünen mit 13,9 Prozent, die FPÖ mit 12,1 Prozent, die SPÖ mit 6,1 Prozent und NEOS mit 4,8 Prozent. Die Schwankungsbreite liegt bei rund zwei Prozentpunkten, die Briefwahl ist noch nicht eingerechnet.
KPÖ über 37 Prozent, FPÖ pendelt sich bei 16 ein. Bei 67 von 279 ausgezählten Sprengeln kommt die KPÖ auf 37,6 Prozent und liegt klar in Führung. Die ÖVP hält mit 22,2 Prozent Platz zwei. Die FPÖ, in den ersten Sprengeln noch bei 19 Prozent, liegt jetzt bei 15,8 Prozent - weiter ein klares Plus gegenüber 2021. Die Grünen erholen sich leicht auf 12,0 Prozent, NEOS bleibt mit 3,9 Prozent unter Druck. Die Briefwahl ist noch nicht ausgezählt.
Die Wahllokale haben geschlossen. In den 279 Sprengeln läuft die Auszählung, die ersten Zahlen werden ab etwa 16:45 Uhr erwartet.
Wann kommt die erste Hochrechnung?
Die Wahllokale schließen am 28. Juni um 16:00 Uhr. Danach geht es schnell. In Graz wird in 279 Wahlsprengeln ausgezählt, die ersten Sprengelergebnisse laufen ab etwa 16:45 Uhr ein. Auf dieser Basis berechnet der ORF gemeinsam mit dem Institut Foresight die erste Hochrechnung - meist innerhalb der ersten Stunde nach Wahlschluss.
Gegen 18:00 Uhr treten die Spitzenkandidaten vor die Medien. Zu diesem Zeitpunkt steht die Reihenfolge der Parteien in der Regel fest, die Nachkommastellen verschieben sich aber noch.
Ein Punkt ist heuer wichtiger als sonst: die Wahlkarten. Sie müssen bis spätestens 16:00 Uhr am Wahltag bei der Behörde eingelangt sein und werden erst danach ausgewertet. Das vollständige, amtliche Endergebnis inklusive aller Briefwahlstimmen steht deshalb erst am Tag nach der Wahl fest. Bei knappen Abständen kann sich an der Reihenfolge bis dahin noch etwas ändern.
Wie genau waren die Hochrechnungen bisher?
Hier lohnt eine Unterscheidung, die oft verwechselt wird: Umfrage und Hochrechnung sind nicht dasselbe.
Die Hochrechnung am Wahlabend stützt sich auf echte, bereits ausgezählte Stimmen. Sie ist sehr treffsicher. 2021 zeigte die erste Hochrechnung die KPÖ bei 28,6 Prozent - das amtliche Endergebnis lag bei 28,84 Prozent. Eine Abweichung von gerade einmal 0,24 Prozentpunkten. Wer um kurz vor 17 Uhr die erste Zahl sah, kannte den Sieger im Kern bereits.
Die Umfragen vor der Wahl sind eine andere Geschichte, gerade in Graz. Drei Wochen vor der Wahl 2021 sah Meinungsforscher Peter Hajek die ÖVP klar vorne. Am Wahltag wurde die KPÖ stärkste Kraft, Siegfried Nagl trat noch am Abend zurück, und Elke Kahr wurde Bürgermeisterin. Den KPÖ-Sieg hatte vorher praktisch niemand auf dem Zettel.
Die Lehre für 2026: Den Umfragen darf man misstrauen, der Hochrechnung am Wahlabend kann man weitgehend vertrauen.
Wie wird in Graz ausgezählt?
Nach Wahlschluss zählt jeder der 279 Sprengel zunächst die im Lokal abgegebenen Stimmen aus. Diese Sprengelergebnisse fließen einzeln ein, sobald sie vorliegen.
Die Hochrechnung funktioniert über eine repräsentative Auswahl bereits ausgezählter Sprengel: Aus ihnen wird auf das Gesamtergebnis geschlossen, wobei die bekannten Strukturen einzelner Stadtteile mitgerechnet werden. Solange noch Sprengel fehlen, gibt die Schwankungsbreite an, wie weit sich die Werte noch bewegen können - anfangs rund drei Prozentpunkte. Mit jeder weiteren Auszählung sinkt sie.
Die Briefwahl wird separat geschätzt und in die Hochrechnung eingebaut. Sobald die Wahlkarten tatsächlich ausgezählt sind, wird neu gerechnet, und die maximale Schwankungsbreite fällt weiter, in Richtung weniger Zehntelpunkte. Das erklärt, warum die ersten Zahlen am Abend und das amtliche Endergebnis am Folgetag leicht voneinander abweichen können, ohne dass sich am Gesamtbild viel ändert.
Das Institut dahinter ist Foresight, das frühere SORA-Institut rund um Christoph Hofinger, das die Hochrechnungen und Wählerstromanalysen für den ORF erstellt.
Die Prognosen vor der Wahl 2026
Die jüngste Umfrage stammt von Peter Hajek im Auftrag der „Kleinen Zeitung" (620 Befragte, telefonisch und online, Schwankungsbreite knapp vier Prozent):
| Partei | Umfrage Juni 2026 |
|---|---|
| KPÖ | 32 % |
| ÖVP | rund 22 % |
| FPÖ | 15 % |
| Grüne | 12 % |
| SPÖ | rund 9 % |
| NEOS | rund 9 % |
Vier von fünf Befragten geben an, ihre Entscheidung bereits getroffen zu haben. Schon eine Umfrage im März hatte die KPÖ mit etwa 31 Prozent klar vorne gesehen, vor ÖVP (20) und FPÖ (18). Eine separate Erhebung von Foresight für den ORF Steiermark (803 Befragte, Feldzeit 1. bis 17. Juni) zeigt eine stabile Stimmung: 51 Prozent sind mit der Stadtregierung zufrieden, rund zwei von drei wollen zur Wahl gehen.
So klar das aussieht - fix ist der KPÖ-Sieg nicht. Die Wahlbeteiligung lag 2021 bei nur 54 Prozent, fast jeder zweite Wahlberechtigte blieb zu Hause. Bei einem vermeintlich klaren Favoriten kann genau das gefährlich werden: Anhänger wiegen sich in Sicherheit, Gegner mobilisieren stärker. Und das Beispiel 2021 hängt über jeder Prognose.
Das Ergebnis 2021 als Vergleichsbasis
Zur Einordnung der Zahlen am Sonntag hilft das letzte amtliche Endergebnis. 223.512 Grazerinnen und Grazer waren wahlberechtigt, 120.689 gaben ihre Stimme ab, die Beteiligung lag bei 54,00 Prozent.
| Partei | 2021 | Veränderung | Mandate |
|---|---|---|---|
| KPÖ | 28,84 % | +8,50 | 15 |
| ÖVP | 25,91 % | -11,88 | 13 |
| Grüne | 17,32 % | +6,81 | 9 |
| FPÖ | 10,61 % | -5,25 | 5 |
| SPÖ | 9,53 % | -0,52 | 4 |
| NEOS | 5,42 % | +1,48 | 2 |
Der Gemeinderat hat 48 Sitze. 2026 treten elf Parteien und Listen an - die Schwelle für den Einzug und die Frage, wer der KPÖ gefährlich wird, entscheidet sich am Wahlabend an genau den Sprengelzahlen, die hier live mitgeschrieben werden.