Literaturhaus Graz im April: Winkler, Gstrein, Birnbacher und Liessmann
Das Literaturhaus Graz hat im April ein dichtes Programm: Josef Winkler und Norbert Gstrein stellen neue Romane vor, Birgit Birnbacher liest aus ihrem aktuellen Buch, und Konrad Paul Liessmann eröffnet eine neue Reihe zum philosophischen Opernhaus.
Neue Bücher von Winkler und Gstrein
Das Literaturhaus Graz startet mit zwei gewichtigen Neuerscheinungen in den April. Am Sonntag, 13. April liest Josef Winkler aus „Ich bei Tag und du bei Nacht" - einem Buch, in dem der Kärntner Autor das Schicksal seiner Schwester Maria erkundet, die auf dem elterlichen Bauernhof eine der wenigen positiven Bezugspersonen des jungen Josef war.
Am Montag, 14. April folgt Norbert Gstrein mit der Premiere seines Romans „Im ersten Licht". Der Tiroler Autor, der zu den wichtigsten deutschsprachigen Erzählern der Gegenwart zählt, erzählt darin eine berührende Geschichte aus dem Ersten Weltkrieg - über einen Vater, der seinen Sohn mit einem Beilhieb versehrt, um ihn vor dem Kriegsdienst zu bewahren.
Schwimmen, Schweben, Erzählen
Am Dienstag, 15. April stellt Jaqueline Scheiber ihr neues Buch vor. Die Autorin, bekannt durch ihren Debütroman „dreimeterdreissig", erkundet in einem Essay, wie das Schwimmen Menschen zum Schweben bringen kann - eine Liebeserklärung an alles, was in uns fließt.
Am Montag, 21. April um 19:00 Uhr kommt Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher mit „Sie wollen uns erzählen" ins Literaturhaus. Birnbacher erhielt 2019 den Ingeborg-Bachmann-Preis und gehört seither zu den meistbeachteten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur.
Symposium: Grundbücher der österreichischen Literatur
Ein besonderer Programmpunkt ist das zweitägige Symposium „Grundbücher der österreichischen Literatur seit 1945" am 9. und 10. April. Die Veranstaltung fragt nach jenen Werken, die die österreichische Literaturgeschichte der Nachkriegszeit geprägt haben - ein Format, das Wissenschaft und literarische Praxis zusammenbringt.
Vorab findet am 8. April um 19:00 Uhr eine Diskussionsrunde statt, die thematisch in das Symposium einführt.
Das philosophische Opernhaus
Ende April startet eine neue Reihe: Konrad Paul Liessmann eröffnet „Das philosophische Opernhaus" unter dem Titel „Jedes Ding hat seine Zeit". Der Wiener Philosoph widmet sich Richard Strauss' Oper „Der Rosenkavalier" - mit philosophischen Betrachtungen und musikalischen Beispielen. Die Oper feiert am 9. Mai an der Grazer Oper Premiere, Liessmanns Vortrag dient als intellektuelle Einstimmung.
Weitere Termine im April
Ergänzt wird das Programm durch weitere Lesungen und Gespräche. Am 20. April diskutiert Judith Kohlenberger ihr Buch „Migrationspanik" - ein aktuelles Sachbuch zur Migrationsdebatte. Am 23. April stellt Florian Klenk sein Buch „Ausreden. Elfriede Blauensteiner - Ein Bekenntnis" vor. Und am 28. April lesen Franz Schuh und Maria Hofstätter erstmals aus Karl Kraus' „Die letzten Tage der Menschheit".
Alle Veranstaltungen finden im Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, statt. Der Eintritt ist bei den meisten Abenden frei, bei einzelnen Veranstaltungen wird um eine Kartenreservierung über die Website gebeten. Das vollständige Programm mit allen Uhrzeiten ist auf literaturhaus-graz.at abrufbar.