Siemens Energy Weiz: 95 Mio. Euro für 100 neue Jobs
Siemens Energy investiert 95 Millionen Euro in den Ausbau seines Werks in Weiz. Bis Anfang 2028 entstehen rund 100 neue Arbeitsplätze und 12.000 m² zusätzliche Produktionsfläche.
Am 6. Mai 2026 fand in Weiz die Grundsteinlegung für eine der größten Einzelinvestitionen in der oststeirischen Industriegeschichte der jüngeren Zeit statt: Siemens Energy investiert 95 Millionen Euro in den Ausbau seines Transformatorenwerks. Bis Anfang 2028 sollen rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen und die Produktionskapazität für Phasenschiebertransformatoren (PST) nahezu verdoppelt werden.
Erweiterung ohne zusätzliche Bodenversiegelung
Im Zuge des Projekts werden rund 12.000 m² zusätzliche Produktionsflächen geschaffen - darunter eine erweiterte Wicklungsfertigung sowie ein neues Prüffeld. Bemerkenswert: Die gesamte Erweiterung wird auf bereits versiegelten Flächen des bestehenden Werksgeländes realisiert, ohne zusätzliche Bodenversiegelung. Der Standort beschäftigt derzeit rund 1.200 Mitarbeitende auf einer Werksfläche von etwa 58.000 m² und gilt innerhalb des Konzerns als größter Transformatoren-Standort von Siemens Energy weltweit.
Teil einer Österreich-weiten Wachstumsstrategie
Die Investition in Weiz ist Teil eines umfassenderen Ausbauprogramms: Siemens Energy investiert insgesamt 155 Millionen Euro in seine österreichischen Standorte, aufgeteilt auf Weiz und Linz. Bundesfördermittel unterstützen das Vorhaben zusätzlich. Bereits im Oktober 2025 hatte das Unternehmen ein neues Werk in Wollsdorf eröffnet. Konzernweit sind an den österreichischen Standorten in Linz, Weiz, Wollsdorf, Graz und Salzburg rund 2.500 Mitarbeitende beschäftigt.
Hochrangige Vertreter bei der Grundsteinlegung
Zur Grundsteinlegung reisten neben Siemens-Energy-Vorstand Tim Oliver Holt und Geschäftsführer Aleš Prešern auch zahlreiche politische Vertreter nach Weiz: Landeshauptmann Mario Kunasek, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom, Landesrat Willibald Ehrenhöfer, SFG-Geschäftsführer Christoph Ludwig, IV-Präsident Georg Knill sowie Bürgermeisterin Bettina Bauernhofer.
LH Mario Kunasek betonte den Stellenwert der Investition für die Region: „Gute Nachrichten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, denn es sind hochqualifizierte Arbeitsplätze, die hier in der Oststeiermark nicht nur erhalten, sondern durch die Werkserweiterung auch neu geschaffen werden." LH-Stv. Manuela Khom ergänzte: „Diese Investition zeigt auch: Der Export ist und bleibt ein zentraler Motor unseres Wohlstands - was in der Steiermark entwickelt wird, ist weltweit gefragt."
Bedeutung für Graz und die gesamte Steiermark
Der Werkausbau in Weiz ist vor dem Hintergrund des globalen Booms bei Stromnetzinfrastruktur und Energiewende-Technologien zu sehen. Phasenschiebertransformatoren, die in Weiz gefertigt werden, sind Schlüsselkomponenten für stabile und steuerbare Energieübertragungsnetze. Der steigende Fachkräftebedarf in der Oststeiermark ist dabei auch für den Großraum Graz relevant, der als Hochschul- und Ausbildungsregion eine wichtige Rolle bei der Versorgung steirischer Industriebetriebe mit qualifizierten Arbeitskräften spielt. Die offizielle Pressemitteilung des Landes Steiermark unterstreicht die strategische Bedeutung des Standorts Weiz für den gesamten Wirtschaftsstandort Steiermark.