GRAZ JOURNAL
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Steirische KMU: 90 Mio. Euro Exportumsatz via Amazon

Mehr als 320 steirische Unternehmen erzielten 2025 über Amazon einen Exportumsatz von über 90 Millionen Euro - ein Wachstum von rund 30 Prozent. Die Steiermark belegt damit Platz zwei im Bundesländervergleich.

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Kleine und mittlere Unternehmen aus der Steiermark haben sich auf dem Amazon-Marktplatz als starke Exportkraft etabliert. Laut dem aktuellen KMU Impact Report von Amazon, der gemeinsam mit der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) präsentiert wurde, erzielten mehr als 320 steirische Verkaufspartner im Jahr 2025 einen Exportumsatz von über 90 Millionen Euro - das entspricht einem Wachstum von rund 30 Prozent und ist der zweithöchste Exportzuwachs aller österreichischen Bundesländer. Im Bundesländervergleich liegt die Steiermark beim Exportumsatz auf Platz zwei hinter Wien.

Eine Million Produkte aus der Steiermark weltweit verkauft

Insgesamt wurden rund eine Million Produkte aus der Steiermark über die Plattform ins Ausland verkauft. Zu den bekanntesten steirischen Anbietern zählen die Kosmetikmarke Cosphera, der Kaffeeröster J. Hornig sowie das Grazer Smart-Home-Unternehmen Nuki. Yorck von Mirbach, Country Lead Österreich und Schweiz bei Amazon, kommentierte die Zahlen: „Mit einem Exportwachstum von ca. 30 Prozent zeigen steirische KMU, dass auch regionale Betriebe digitale Vertriebskanäle erfolgreich für die Internationalisierung nutzen."

Österreichweites Wachstum trotz schwieriger Konjunktur

Auf Bundesebene erwirtschafteten österreichische KMU 2025 insgesamt mehr als 730 Millionen Euro über den Marktplatz und verkauften über 20 Millionen Produkte in mehr als 150 Länder. Die Exportumsätze stiegen dabei um 6 Prozent auf 641 Millionen Euro - bemerkenswert angesichts eines österreichweiten Rückgangs der Gesamtexporte um 0,5 Prozent laut Statistik Austria. 83 Prozent des Exportvolumens, das entspricht rund 533 Millionen Euro, entfallen auf den EU-Binnenmarkt. Die wichtigsten Zielmärkte sind Deutschland, die USA, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich. Seit 2020 entspricht das Wachstum der österreichischen KMU-Exportumsätze über Amazon mehr als 45 Prozent.

Graz als historischer Amazon-Anker in Österreich

Für den Großraum Graz hat Amazon eine besondere Bedeutung. 2016 eröffnete der Konzern hier seinen ersten Österreich-Standort - ein Forschungs- und Entwicklungszentrum. Heute betreibt Amazon fünf Logistikstandorte in Wien, Niederösterreich, Kärnten und der Steiermark, darunter das Verteilzentrum in Premstätten südlich von Graz, das als operatives Rückgrat des österreichischen Amazon-Netzwerks gilt. Im Jahr 2025 investierte Amazon rund 265 Millionen Euro in Österreich; seit 2016 summieren sich die Gesamtinvestitionen auf eine Milliarde Euro.

Gebührensenkung soll KMU weiter entlasten

Anfang 2026 kündigte Amazon eine Gebührensenkung an, die die Kosten pro verkaufter Einheit für Händlerinnen und Händler durchschnittlich um 17 Cent reduzieren soll. Für kleine und mittlere Unternehmen, die zunehmend auf digitale Marktplätze als internationalen Vertriebskanal setzen, könnte diese Maßnahme die Exportaktivitäten weiter stärken - gerade in einem wirtschaftlichen Umfeld, das von schwacher Konjunktur, steigenden Betriebskosten und wechselnden regulatorischen Rahmenbedingungen geprägt bleibt.