Live-Musik in Graz: Bühnen, Bars und Jazzkeller
Alle Live-Musik-Venues in Graz mit verifizierten Adressen und Kapazitäten: Stadthalle, Helmut-List-Halle, Orpheum, Dom im Berg, Kasematten, MUMUTH, Stockwerk Jazz, Royal Garden Jazz Club, Tube's, p.p.c., Postgarage, Club Wakuum, Explosiv und weitere. Stand April 2026.
Große Konzerthallen
Wir waren in Jazzkellern, auf Clubbühnen und in der Stadthalle und haben diese Liste zusammengetragen. Recherchiert haben wir über die Programmseiten der Grazer Spielstätten, das Elevate Festival und die Websites der einzelnen Venues. Du kennst eine Live-Musik-Location in Graz, die hier fehlt? Schreib uns an [email protected].
Die vier großen Häuser der Stadt decken das gesamte Spektrum ab: von internationalen Pop- und Rock-Tourneen über Symphoniekonzerte bis zu zeitgenössischer Musik und Oper. Die Preise bewegen sich je nach Act und Platzkategorie zwischen 15 und 200 Euro.
8010 Graz
(Bezirk Jakomini)
Die größte Konzert-Location der Steiermark. Betreiber Messe Congress Graz (MCG) beschreibt die Stadthalle als eine der modernsten Veranstaltungshallen Österreichs. Die öffnungsfähige Rückwand verbindet den Innenraum bei Bedarf mit dem Freigelände, was bei Sommer-Events die Kapazität erweitert. Je nach Bestuhlung fasst die Halle 5.000 bis 8.000 Besucher. Wer internationale Stadion-Acts in Graz sehen will, trifft sie in der Regel hier: Von Depeche Mode bis Rammstein, von Helene Fischer bis Metallica liefen die größten Tourneen der letzten Jahre über den Messeplatz. Tickets zwischen 50 und 200 Euro je nach Künstler und Kategorie. Anfahrt mit den Straßenbahnlinien 4 und 13 (Haltestelle Jakominigürtel) oder Linie 3 (Haltestelle Messe). Stand April 2026.
8020 Graz
(Bezirk Lend)
Die Helmut-List-Halle entstand 2003 zum Kulturhauptstadtjahr aus dem Umbau einer AVL-Werkshalle der 1950er Jahre. Architekt Markus Pernthaler ließ die genietete Stahlkonstruktion der Waagner-Biro-Hallen stehen und schuf einen Raum, der Industriecharakter mit Konzertakustik verbindet. Die Halle bietet Platz für bis zu 1.200 Besucher und gehört akustisch zu den besten Sälen Österreichs für klassische und zeitgenössische Konzerte. Namensgebend ist Helmut List, Vorsitzender von AVL List. Feste Programmpunkte im Jahreskalender: das musikprotokoll im steirischen herbst (Oktober), das Springfestival (Juni) und Gastspiele internationaler Orchester. Seit 2024 ergänzt die benachbarte Halle „Detroit" (Waagner-Biro-Straße 98B) das Angebot für kleinere Formate. Anfahrt mit Straßenbahnlinie 1 bis Haltestelle Laudongasse. Stand April 2026.
8010 Graz
(Bezirk Innere Stadt)
Der Stefaniensaal im Congress Graz zählt laut Musikverein für Steiermark zu den akustisch besten Konzertsälen weltweit. Die Einrichtung stammt aus dem späten 19. Jahrhundert: Stuck, Grisaille-Porträts berühmter Komponisten und vergoldetes Dekor. Die Kapazität beträgt rund 1.100 Plätze. Hier finden die Symphoniekonzerte der Grazer Philharmoniker und des Musikvereins für Steiermark statt, dazu Gastspiele internationaler Klangkörper und Solistenabende. Eintrittspreise beginnen bei 15 Euro für Einstiegstickets und reichen bei internationalen Gastspielen bis über 80 Euro. Tickets über die Grazer Spielstätten und den Musikverein. Stand April 2026.
8010 Graz
(Bezirk Innere Stadt)
Das Opernhaus am Opernring wurde 1899 nach Plänen der Wiener Theaterbau-Architekten Fellner und Helmer eröffnet und gehört architektonisch zu den bedeutendsten Theaterbauten der Gründerzeit in Österreich. Es ist die Heimbühne der Grazer Philharmoniker und wird von der Bühnen Graz GmbH betrieben. Der Saal fasst rund 1.400 Plätze. Der Spielplan umfasst ganzjährig Opern, Operetten, Ballette und Musicals, mit Sommerpause im Juli und August. Die Grazer Philharmoniker geben neben Opernvorstellungen auch Symphoniekonzerte, in der Regel im Stefaniensaal. Preise je nach Platzkategorie zwischen 15 Euro (Stehplätze) und 120 Euro (erste Reihe Parterre). Stand April 2026.
Clubs und Veranstaltungsräume mit Live-Programm
Die mittleren Spielstätten der Stadt fassen zwischen 300 und 1.300 Besucher und bilden das Rückgrat der Grazer Konzertlandschaft. Hier treten internationale Indie-, Rock-, Metal- und Pop-Acts auf, hier finden die meisten Festivals statt, und hier liegt die Preisklasse zwischen 15 und 50 Euro pro Ticket.
8020 Graz
(Bezirk Gries)
Das Orpheum öffnete 1899 als Varieté-Theater und dient heute als Konzert- und Theatersaal der Grazer Spielstätten (Bühnen Graz). Eine umfassende Renovierung 2016 modernisierte die Bühnentechnik bei Erhalt der historischen Atmosphäre. Der Große Saal fasst 1.220 Steh- bzw. 603 Sitzplätze auf 300 Quadratmetern Veranstaltungsfläche, die Bühne misst 150 Quadratmeter. Das kleinere Orpheum Extra bietet 300 Steh- bzw. 160 Sitzplätze auf 150 Quadratmetern. Die Kombination aus klassischer Theaterbühne und moderner Tontechnik ermöglicht ein breites Programm: von Metal (Kanonenfieber, Wizo) über Pop und Rock (LaBrassBanda, Tortoise) bis zu Kabarett und Clubnächten. Kassa: Dienstag bis Freitag 14 bis 19 Uhr. Stand April 2026.
8010 Graz
(Bezirk Innere Stadt)
Der Dom im Berg liegt im Inneren des Schlossbergs und wurde 1999/2000 als Veranstaltungshalle eröffnet. Die Gesamtfläche beträgt 733 Quadratmeter, davon 462 Quadratmeter Veranstaltungsfläche bei 11 Meter Deckenhöhe. Die Kapazität liegt bei 600 Steh- oder 330 Sitzplätzen. Spezielle Wandverkleidungen optimieren die Akustik im Felsraum, und seit 2019 ist ein Ambisonics-Soundsystem installiert, das dreidimensionales Hören ermöglicht. Gespielt werden Konzerte aller Genres, elektronische Clubbings, Bälle, Theatervorstellungen und Kongressformate. Feste Termine im Jahreskalender: das Elevate Festival (März), reguläre Veranstaltungen der Grazer Spielstätten und Kooperationen mit dem Musikverein. Tickets über die Kassa in der Orpheumgasse 8. Stand April 2026.
8010 Graz
(Bezirk Innere Stadt)
Die wichtigste Open-Air-Bühne der Stadt liegt in den Ruinen einer 1578 erbauten Festungsanlage auf dem Schlossberg. Die Bühne wurde 1937 mit Beethovens „Fidelio" eröffnet. Ein mobiles Dach und eine Glaswand im hinteren Bereich machen die Spielstätte witterungsunabhängig. Bespielt wird sie von Juni bis September unter dem Titel „Sommer am Berg". Das Programm reicht von Pop- und Rock-Konzerten über Musicals und Kabarett bis zu Metal-Shows. Aufstieg über die Kasematten-Stiege vom Schlossbergplatz oder per Schlossbergbahn bis knapp unter die Bühne. Stand April 2026.
8010 Graz
(Bezirk Innere Stadt)
Das MUMUTH wurde 2009 nach Plänen des niederländischen Architekten Ben van Berkel als Konzert- und Musiktheaterhaus der Kunstuniversität Graz eröffnet. Die dreijährige Bauphase kostete 19 Millionen Euro. Der Entwurf aus Stahl, Beton und Glas erhielt 2010 den Fischer-von-Erlach-Preis und den Urban Land Institute Award. Das Herzstück ist der György-Ligeti-Saal mit technisch innovativer variabler Akustik, modernem Lichtdesign und vollständig flexiblem Bestuhungssystem. Daneben gibt es einen Orchesterproberaum im Erdgeschoss und eine Studiobühne im dritten Stock. Das Programm der Abonnementreihe abo@MUMUTH setzt auf Musiktheater-Neuproduktionen, zeitgenössische Elektronik und experimentelle Formate. Viele Konzerte sind öffentlich zugänglich und werden über den Veranstaltungskalender der KUG angekündigt. Stand April 2026.
8020 Graz
(Bezirk Gries)
Das p.p.c. in der Neubaugasse ist seit Jahren eine der festen Adressen für Indie, Rock und elektronische Clubnächte in Graz. Der Club betreibt zwei Bereiche: den ppc MAIN für größere Konzerte und Partys und die ppc BAR für kleinere Formate. Das Programm teilt sich in drei Sparten: Konzerte (Indie-Rock, Dark Wave, Post-Punk, Gypsy-Swing), Clubbings (Techno, Drum and Bass) und Themenpartys (90er/2000er-Nächte). Regelmäßige Wochenend-Programmierung mit wiederkehrenden Freitag-Clubnächten. Tickets über bringticket.com/ppc, die Preise variieren je nach Act. Stand April 2026.
8020 Graz
(Bezirk Gries)
Die Postgarage in der Dreihackengasse ist eine Veranstaltungshalle mit mehreren Floors: Hauptfloor (440 Quadratmeter), zweiter Floor (150 Quadratmeter) und ein Café-Bereich. Das Programm ist breiter, als der Name „Club" vermuten lässt: neben Techno, Trance, Hardtechno und Drum and Bass finden hier regelmäßig Swing-Cafés (The Lindy Cats), Funk- und Soul-Nächte, Rock- und Pop-Konzerte sowie 80er- und 90er-Retro-Abende statt. Die Postgarage ist fester Spielort des Elevate Festivals (März) und des Springfestivals (Juni) und veranstaltet über das Jahr verteilt Konzerte aus dem Umfeld des steirischen herbsts. Kalender-Abo über die Website oder Instagram (@postgarage) verfügbar. Stand April 2026.
8020 Graz
(Bezirk Gries)
Das Explosiv ist die zentrale Adresse für die alternative Musikszene in Graz. Das Kulturzentrum umfasst drei Gebäudeabschnitte auf rund 1.400 Quadratmetern: Hauptgebäude, Veranstaltungshalle und Backstage-Gebäude. Die Explosiv-Halle fasst rund 380 Besucher und verfügt über professionelle Audio- und Lichttechnik. Daneben gibt es die Explosiv Bar für Open-Stage-Formate und kleinere Acts. Neun Proberäume im Hauptgebäude beherbergen rund 30 Bands. Das Genre-Spektrum reicht von Rock, Grunge und Stoner über Metal, Punk und Hardcore bis zu Industrial, EBM und HipHop. Jugendcafé: Donnerstag 16 bis 21 Uhr. Kartenverkauf: Donnerstag 16 bis 21 Uhr oder an der Abendkassa. Kulturpass-Inhaber erhalten freien Eintritt bei nicht ausverkauften Veranstaltungen. Das Explosiv wird von der Stadt Graz und dem Land Steiermark gefördert. Stand April 2026.
8020 Graz
(Bezirk Gries)
Der Club Wakuum ist die Bühne des Vereins wakmusic, der sich der Förderung junger Bands widmet. Die Ausrichtung liegt auf Musik abseits des Mainstreams: Newcomer-Bands und Solo-Musiker verschiedener Genres spielen hier ihre ersten Shows, präsentieren Album-Releases und zeigen, was die steirische und internationale Szene zu bieten hat. Das Programm umfasst Indie, Folk, Acoustic Pop, Metal, Punk und regelmäßige Open-Mic-Abende unter dem Titel „Weeping Wednesday" (einmal monatlich, Eintritt frei). Der Zugang zum Club läuft über eine Vereinsmitgliedschaft: 15 Euro pro Kalenderjahr, Ermäßigung für unter 18-Jährige. Mitgliedschaft online im wakmusic-Shop oder an der Abendkassa (Donnerstag bis Samstag ab 19 Uhr). Mittwochs ist der Eintritt frei. Erreichbar mit Straßenbahn bis Südtirolerplatz oder Bus bis Griesplatz. Stand April 2026.
Jazz-Venues
Graz hat, gemessen an der Einwohnerzahl, eine der dichtesten Jazz-Szenen Mitteleuropas. Der Grund: das 1965 eingerichtete Jazz-Institut an der KUG, der dritte universitäre Jazz-Lehrstuhl weltweit. Die Absolventinnen und Absolventen dieses Instituts speisen ein Netz von Clubs und Spielstätten, das für eine Stadt dieser Größe ungewöhnlich ist. Die drei wichtigsten Jazz-Adressen liegen innerhalb weniger Gehminuten voneinander.
8010 Graz
(Bezirk Jakomini)
Das Stockwerk Jazz am Jakominiplatz ist seit Dezember 1994 in Betrieb und wurde von der US-Fachzeitschrift „DownBeat" unter die „100 Great Jazz Rooms" der Welt aufgenommen. Die Programmlinie unter der künstlerischen Leitung von Otmar Klammer ist kreativer zeitgenössischer Jazz mit internationalen Gästen und jungen österreichischen Acts. Konzerte beginnen in der Regel um 19:30 und 21:30 Uhr. Die enge Verbindung zur KUG sorgt dafür, dass viele der am Jazz-Institut ausgebildeten Musiker hier auftreten. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 17 bis 1 Uhr, plus Veranstaltungstage. Stand April 2026.
8010 Graz
(Bezirk Innere Stadt)
Der Royal Garden Jazz Club in der Bürgergasse ist seit 1981 in Betrieb und damit das älteste Jazz-Lokal der Stadt. Das Gewölbe stammt aus dem 15. Jahrhundert und liegt im historischen Zentrum von Graz. Der Club ist Treffpunkt der Graz Jazz Society und programmatisch breiter aufgestellt als das Stockwerk: Vom traditionellen Dixieland-Jazz über Swing bis zum modernen Jazz finden hier Konzerte statt. Die Kombination aus Kellergewölbe und Weinbar schafft einen Rahmen, der an klassische Jazz-Keller in New Orleans oder Paris erinnert. Stand April 2026.
8020 Graz
(Bezirk Gries)
Tube's am Grieskai wird vom Verein Live Music Graz betrieben, der im September 2020 unter der künstlerischen Leitung von Sigi Feigl und Luis Bonilla gegründet wurde. Das Lokal fasst bis zu 80 Gäste und verfügt über professionelle Bühneninfrastruktur (Backline, Sound, Licht) sowie barrierefreien Zugang. Das Programm setzt auf junge, innovative Acts und Bandprojekte, Jazz (in Zusammenarbeit mit dem Jazz-Orchester Steiermark) und Jam Sessions (organisiert mit dem Grazer Konservatorium). Konzerte finden mehrmals pro Woche statt, Beginn in der Regel um 20 Uhr. Aktuelle Beispiele aus dem Programm: Luis Bonilla und Sigi Feigl, Sylvie Courvoisier Quartet, Robyn Schulkowsky mit Joey Baron. Tube's wird gefördert von der Stadt Graz, dem Land Steiermark und Energie Steiermark. Stand April 2026.
Bars und Lokale mit regelmäßiger Live-Musik
Neben den spezialisierten Konzerthäusern und Jazz-Clubs gibt es in Graz eine Reihe von Bars, Cafés und Lokalen, die regelmäßig Live-Musik ins Programm nehmen. Der Eintritt ist hier oft frei oder liegt bei unter 10 Euro, konsumiert wird auf Getränke-Basis.
8010 Graz
(Bezirk Jakomini)
Das Café Stockwerk befindet sich an derselben Adresse wie das Stockwerk Jazz und wird als eigenständige Musicbar geführt. Der Raum mit Holzboden und verborgenem Innenhofgarten fasst bis zu 100 Personen. Seit über 30 Jahren in Betrieb, bietet das Café Stockwerk ein breiteres Genre-Spektrum als das Jazz-Lokal im selben Haus: Jazz, Funk, HipHop, experimentelle Musik und Singer-Songwriter-Abende. Feste Formate: Pub Quiz mittwochs um 19 Uhr (Quizmaster Jürgen Gottinger), Jazz Brunch sonntags mit Live-Jazz, monatliche Funk Sessions als Jam-Format, Saturday Afterhours (6 bis 14 Uhr mit DJs). Der Raum ist für Konzerte, Privatfeiern und Firmenveranstaltungen mietbar, inklusive Sound- und Lichttechnik. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 17 bis 1 Uhr. Stand April 2026.
8010 Graz
(Bezirk Innere Stadt)
Das Viertel Vier im Joanneumsviertel betreibt seit 2014 eine After-Work-Lounge im Grazer Museumsviertel. Drei feste Live-Musik-Formate strukturieren die Woche: „Live Music Thursday" mit lokalen Acts (Singer-Songwriter, Jazz-Combos, Indie-Rock), „Weekend Beats" mit DJs freitags und samstags (elektronische Musik in Gesprächslautstärke) und „Live Acts" tagsüber am Wochenende mit entspannteren Grooves. Das Lokal liegt im Innenhof des Joanneumsviertels und bietet im Sommer eine der stimmigsten Terrassen der Stadt. Eintritt bei den meisten Abenden frei. Stand April 2026.
8010 Graz
(Bezirk Innere Stadt)
Das Parkhouse im Grazer Stadtpark betreibt seit Jahrzehnten eine Kombination aus Café, Bar und Live-Bühne. Der Pavillon wurde 1928 von Architekt Hans Hönel entworfen und 1996 modernisiert. Er liegt direkt an den alten Stadtmauern, mit Blick auf den mittelalterlichen Stadtgraben. Das Kulturprogramm umfasst Live-Konzerte, Theatervorstellungen, Poetry Slams, Silent Discos und Wochenend-DJ-Sets. Das Parkhouse ist fester Spielort des Elevate Festivals und des Springfestivals. Für Konzerte wird in der Regel kein separater Eintritt verlangt, konsumiert wird auf Getränke-Basis. Geöffnet täglich 10 bis 4 Uhr. Stand April 2026.
8020 Graz
(Bezirk Lend)
Die Scherbe in der Stockergasse ist Treffpunkt im Lendviertel: oben Café, Bar und Restaurant (Montag bis Samstag 9 bis 1 Uhr, Sonntag 9 bis 24 Uhr), unten der Scherbenkeller als Veranstaltungsraum für Konzerte, Improvisationstheater, Live-Karaoke und DJ-Abende. Der Keller öffnet Montag bis Donnerstag 18 bis 1 Uhr, Freitag und Samstag 18 bis 1:30 Uhr. Die Kapazität ist klein (rund 50 bis 80 Personen), der Kontakt zum Publikum entsprechend eng. Gespielt wird internationale Indie-, Punk-, Singer-Songwriter- und Experimental-Musik. Die Scherbe nimmt am LendWRBL teil, einem lokalen Kulturfestival mit mehreren Spielstätten im Lendviertel. Stand April 2026.
8010 Graz
(Bezirk Innere Stadt)
Der Flann O'Brien in der Paradeisgasse ist seit 29. Januar 1998 in Betrieb und damit einer der ältesten englischsprachigen Pubs der Stadt. Das Interieur wurde Stück für Stück aus Irland nach Graz verschifft. Das Haus pflegt eine Tradition irischer Live-Musik mit Folk-Sessions, Fiddle- und Gitarren-Auftritten. Die aktuellen Termine laufen über die Website und Social-Media-Kanäle des Pubs. Für Besucher, die den typischen Irish-Pub-Soundtrack suchen (Guinness, Fiddle, Folk), ist der Flann O'Brien die verlässlichste Adresse in Graz. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 11 bis 1 Uhr, Freitag und Samstag 11 bis 2 Uhr, Sonntag 17 bis 24 Uhr. Stand April 2026.
8010 Graz
(Bezirk Innere Stadt)
Das Bella Vita in der Schörgelgasse verbindet Café-Pub-Betrieb mit Live-Musik-Programm. Das Lokal bietet an bestimmten Abenden Live-Auftritte, Karaoke- und Jam-Sessions, Salsa-Abende und Weinverkostungen mit Begleitung durch steirische Spezialitäten. Das Getränkeangebot umfasst italienische und österreichische Weine, Spirituosen und Cocktails. Für Privatveranstaltungen fasst der Raum bis zu 25 Personen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 16 bis 1 Uhr, Samstag 18 bis 1 Uhr. Stand April 2026.
Festivals und Konzertreihen
Drei Festivals prägen den Grazer Konzertkalender über das ganze Jahr. Sie nutzen die bestehenden Spielstätten der Stadt und bringen internationale Acts, die außerhalb der Festival-Wochen nicht in Graz auftreten würden.
Elevate Festival (März)
Das Elevate Festival findet jährlich im März statt und war 2026 zum 22. Mal zu Gast. Gespielt wird an 15 Spielstätten, darunter Dom im Berg, Postgarage, Orpheum und Schlossberg. Rund 150 Musiker treten auf 12 Bühnen auf, ergänzt durch mehr als 30 Vorträge und Workshops. Das Programm kombiniert elektronische Musik mit Konzerten und diskursiven Formaten.
musikprotokoll im steirischen herbst (Oktober)
Das musikprotokoll ist Österreichs älteste jährliche Veranstaltung für zeitgenössische Musik, gegründet 1968 und veranstaltet vom ORF in Kooperation mit dem steirischen herbst. Hauptspielort ist die Helmut-List-Halle, mit gelegentlichen Abstechern in andere Häuser. Das Programm umfasst Uraufführungen, Klanginstallationen und Konzerte mit Ensembles wie Klangforum Wien und Ensemble Modern.
Springfestival (Juni)
Das springfestival findet jedes Jahr in der zweiten Juni-Hälfte statt und ist das größte österreichische Festival für elektronische Musik außerhalb Wiens. Über mehrere Tage werden die Postgarage, die Helmut-List-Halle, der Dom im Berg und weitere Spielstätten bespielt. Techno, House, Dub, Ambient und experimentelle Elektronik bilden das Kernprogramm.
Kirchenkonzerte
Zwei Grazer Kirchen bieten über das Jahr verteilt ein regelmäßiges Konzertprogramm, das über den liturgischen Rahmen hinausgeht.
Die Dommusik Graz (Bürgergasse 2, 8010 Graz) betreibt unter Domkapellmeisterin Melissa Dermastia und Domorganist Christian Iwan mehrere Ensembles: Domchor, Domkantorei, Kinderchor und Jugendensemble. Neben der musikalischen Gestaltung der Sonntagsgottesdienste im Grazer Dom finden separate Konzertveranstaltungen statt.
Die Basilika Mariatrost (Kirchplatz 8, 8044 Graz) ist mit ihrem Chor der Basilika Mariatrost eine der bedeutendsten Kirchenmusik-Adressen der Steiermark. Im Programm 2026 stehen unter anderem Joseph Haydns Nelson-Messe (12. April) und Mozarts Krönungsmesse (24. Mai). Die barocke Wallfahrtskirche ist akustisch herausragend und bietet einen Rahmen, der über den Gottesdienst hinaus als Konzerterlebnis funktioniert.
Ticketing und praktische Informationen
Vorverkauf
Die Hauptplattform für Grazer Konzerttickets ist oeticket.com (Graz-Seite). Dazu kommen die Kassa der Grazer Spielstätten (Orpheumgasse 8, Dienstag bis Freitag 14 bis 19 Uhr) für Orpheum, Dom im Berg und Kasematten sowie die Ticket-Shops der einzelnen Festivals. Das p.p.c. verkauft über bringticket.com, der Club Wakuum über den wakmusic-Shop.
Preise im Überblick (Stand April 2026)
Stadthalle-Konzerte internationaler Stars: 50 bis 200 Euro. Orpheum- und Dom-im-Berg-Abende: 20 bis 50 Euro. Stefaniensaal-Konzerte (Musikverein): 15 bis 80 Euro. Opernvorstellungen: 15 Euro (Stehplätze) bis 120 Euro (erste Reihe Parterre). Kleinere Konzerte im Stockwerk Jazz, Tube's, Café Stockwerk und Scherbenkeller: 10 bis 20 Euro. Viertel Vier, Parkhouse und viele Bar-Formate: Eintritt frei, Konsum auf Getränke-Basis. Club Wakuum: Vereinsmitgliedschaft 15 Euro pro Jahr, mittwochs frei.
Anreise und Heimweg
Die meisten Venues sind mit öffentlichem Verkehr erreichbar. Oper, Orpheum, Dom im Berg und Schlossberg liegen fußläufig von Hauptplatz, Jakominiplatz und Schlossbergplatz. Die Helmut-List-Halle erreicht man mit Straßenbahnlinie 1 bis Laudongasse. Die Stadthalle ist über die Linien 3, 4 und 13 erschlossen. Die Grazer Nightline verkehrt Freitag- und Samstagnacht stündlich um 0:30, 1:30 und 2:30 Uhr ab Jakominiplatz und ist die günstigste Rückfahr-Option bei späten Konzertenden.
Die Generalmusikdirektion (GMD): geschlossen
Die Generalmusikdirektion am Grieskai 74a, die von 2001 bis 2023 als Club und Konzertort betrieben wurde, hat im September 2023 nach 18 Jahren ihren Betrieb eingestellt. Das letzte Event war „House Deluxe" am 21. September 2023. Die Räumlichkeiten wurden in der Folge anderweitig genutzt. Am selben Standort befindet sich heute das Tube's (siehe Jazz-Venues). Die Website generalmusikdirektion.at besteht als Musikguide-Plattform weiter, ist aber kein Veranstaltungsort mehr.