Stubenbergsee: Preise, Anreise und was am See los ist
40 Hektar Wasser, eine 60 Meter lange Rutsche und 15 Gastronomiebetriebe rund um den See. Alle Eintrittspreise, die Parktarife und was Sie über SeeCard und Hundeverbot wissen sollten.
Der wärmste Badesee des Landes
Der Stubenbergsee liegt rund 46 Straßenkilometer nordöstlich von Graz in der Oststeiermark und ist mit 40 Hektar Wasserfläche einer der größten Badeseen der Steiermark. Bekannter ist er allerdings für eine andere Eigenschaft: Er gilt als der wärmste. Das liegt an seiner geringen Tiefe und der geschützten Lage im Hügelland, weshalb das Wasser im Hochsommer Temperaturen erreicht, bei denen man nicht mehr zögert, hineinzugehen.
Für Grazer Familien ist der See seit Jahrzehnten das Standardziel für heiße Tage, an denen die Stadt nicht mehr auszuhalten ist. Mit dem Auto ist man in etwa 45 Minuten dort. Der See ist ganzjährig geöffnet, Eintritt kostet er nur in der Badesaison - heuer seit dem 30. Mai 2026.
Ein See, den es erst seit 1971 gibt
Anders als die Seen im Salzkammergut ist der Stubenbergsee keine Hinterlassenschaft der Eiszeit, sondern ein Bauwerk. Nach drei Jahren Bauzeit wurde er 1971 künstlich angelegt und eröffnet - eine Entscheidung, die aus einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde eine Tourismusregion gemacht hat. Das erklärt auch die Form des Sees und seine geringe Tiefe, die für die hohen Wassertemperaturen sorgt.
Die Infrastruktur ist entsprechend durchgeplant: Rund um das Wasser liegen ausgewiesene Zonen für Familien, Sportler und Ruhesuchende, die Seeverwaltung sitzt direkt im Seeareal bei der Einfahrt zum Strandbad am Weststrand. Dort bekommen Sie auch die SeeCard und das Jahresparkticket, wenn Sie nicht online bestellen wollen.
Was der Eintritt kostet
| Kategorie | Tageskarte | Nachmittagskarte |
|---|---|---|
| Erwachsene | 8,00 € | 6,00 € |
| Kinder und Jugendliche (6-15 Jahre) | 5,00 € | 4,50 € |
| Schüler, Studierende, Grundwehrdiener mit Ausweis | 5,50 € | 5,00 € |
| Reisegruppen ab 20 Personen (pro Person) | 5,00 € | 5,00 € |
| Schülergruppen ab 20 Personen (pro Schüler) | 4,00 € | 3,50 € |
Nachmittagskarten gibt es ab 15 Uhr. Kinder unter sechs Jahren und Menschen mit Beeinträchtigungen kommen mit Ausweis gratis hinein. Wer öfter kommt, rechnet mit der SeeCard: Sie kostet für Erwachsene je nach Kaufzeitpunkt 40 Euro (1. Dezember bis 31. März), 55 Euro (1. April bis 31. Mai) oder 70 Euro ab 1. Juni, für Kinder durchgehend 20 Euro. Ab neun Badetagen im Sommer zahlt sich die früh gekaufte Karte für Erwachsene aus. Für die Keycard fallen 3 Euro Pfand an, bestehende Karten ab dem Jahr 2024 lassen sich wieder aufladen. Alle Details stehen auf der Seite des Stubenbergsees, Auskunft gibt die Seeverwaltung unter +43 3176 8884, telefonisch erreichbar Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr.
Eine Besonderheit für Urlaubsgäste: Mit der GenussCard, die man bei rund 60 Vermietern der Region ab der ersten Nächtigung bekommt, ist der Eintritt inkludiert - und zwar nicht nur hier, sondern bei über 280 weiteren Ausflugszielen, Verkostungen und Führungen in der Steiermark. Für Grazer, die ein Wochenende in der Oststeiermark verbringen, rechnet sich das oft schon am ersten Tag.
Wer plant, wo er sich hinlegt, findet auf der Website des Sees einen Seeplan als PDF, in dem Strandbereiche, Anlegestellen, Gastronomie und Eingänge eingezeichnet sind. Die vollständige Seeordnung steht ebenfalls online - sie regelt neben dem Hundeverbot auch Dinge wie Luftmatratzen, Zelte und das Verhalten in den Sportzonen.
Parken: gebührenpflichtig, überall
Alle Parkplätze rund um den See sind gebührenpflichtig, ausgenommen sind nur Fahrzeuge mit Ausweis nach § 29b StVO. Bezahlt wird an 25 Automaten rund um den See, mit Münzen oder Bankomatkarte. Die Tarife für mehrspurige Fahrzeuge:
- eine halbe Stunde: 1 Euro
- eine Stunde: 2 Euro
- Tagesticket: 4 Euro
Neu ist heuer das digitale Jahresparkticket um 33 Euro (für Besitzer einer Saisonkarte 30 Euro). Man gibt bei der Onlinebestellung das Kennzeichen ein, es wird automatisch registriert und ist nach fünf Werktagen aktiv - Ausdruck oder Versand entfallen. Das Jahresparkticket gilt bis 31. Jänner des Folgejahres. Wichtig: Die Bestellbestätigung ersetzt das Parkticket nicht. Wer beides braucht, greift zum Kombiticket aus Jahresparkticket und SeeCard um 100 Euro.
Was am See geboten ist
Der See ist in Zonen organisiert, was ihn für sehr unterschiedliche Ansprüche brauchbar macht. Im Strandbad ist das Wasser seicht, hier liegt der Schwerpunkt für Familien: eine 60 Meter lange Wasserrutsche, ein Piratenschiff, kleine Steininseln, ein Leuchtturm im flachen Bereich, Sandspielplätze mit Sonnensegeln und Sprungplattformen. Für ältere Kinder sind die Schwimminseln das Ziel. Seit heuer ist der Spielplatz im Familien-Strandband zusätzlich um ein Segelschiff mit Rutsche, Geschicklichkeitsparcours und Kletterwand erweitert.
Am Oststrand wird Beachvolleyball gespielt, im Süden liegen die ruhigeren Liegewiesen. Dazu kommen Stand-up-Paddling, Surfen und Yoga am See; Wassersportler und Triathleten nutzen den See fürs Training. Wer nicht schwimmen will, borgt sich ein Tretboot aus.
Ein eigenes Kapitel ist die Schiffsrundfahrt: Die Runde dauert etwa eine Stunde und ist im Juli und August für Tagesgäste mit gültiger Eintrittskarte ab 16 Uhr kostenlos. Achtung: In diesen beiden Monaten finden aus Sicherheitsgründen an Samstagen und Sonntagen keine Schifffahrten statt. Anlegestellen sind Stonis Steirer Platzl und das Café Seestern. Gruppen ab 20 Personen können von Mitte Mai bis Anfang Oktober eigene Fahrten buchen, um 5 Euro pro Person; unter 20 Personen wird eine Pauschale von 100 Euro fällig, Anmeldung im Tourismusbüro unter +43 3176 8882.
Hunde müssen draußen bleiben
Ein Punkt, an dem regelmäßig Ausflüge scheitern: Hunde sind das ganze Jahr über im gesamten Seeareal verboten, nicht nur im Badebereich und nicht nur im Sommer. Grundlage ist die Seeordnung samt Bäderverordnung, ausgenommen sind ausschließlich gekennzeichnete Assistenzhunde. Wer mit Hund an einen steirischen See will, findet die Alternativen in unserer Übersicht der Badeseen rund um Graz.
Wann Sie fahren sollten
Der Stubenbergsee ist an heißen Juli-Wochenenden das Ziel von halb Graz und der halben Oststeiermark gleichzeitig. Wer die volle Ladung vermeiden will, kommt unter der Woche oder nimmt die Nachmittagskarte ab 15 Uhr: Ab dann leert sich das Gelände spürbar, das Wasser hat seine höchste Temperatur, und die Schiffsrundfahrt ist im Juli und August gratis. Wer dagegen mit kleinen Kindern kommt, ist am Vormittag besser dran, weil die Liegewiesen im Familienbereich dann noch Schatten haben.
Auch die Randsaison lohnt: Im Mai und September ist der See deutlich ruhiger, die Wassertemperatur bei diesem See aber immer noch brauchbar. Und außerhalb der Badesaison ist der Zutritt gratis - für einen Spaziergang um den See oder eine Radrunde braucht es weder Ticket noch SeeCard.
Essen am See
Rund um das Seegelände liegen 15 Gastronomiebetriebe, von Burger und Pizza über Hausmannskost bis zu hausgemachten Mehlspeisen, Konditoreieis und Cocktails. Das ist für einen Badesee ungewöhnlich viel und bedeutet in der Praxis, dass man auch an Spitzentagen irgendwo einen Platz bekommt. Wer lieber selbst versorgt anreist: Liegewiesen und Sitzgelegenheiten gibt es ausreichend, gegrillt wird nicht - wo das in Graz erlaubt ist, steht in unserem Beitrag Grillen in Graz.
Tierwelt Herberstein gleich nebenan
Der zweite große Anziehungspunkt der Gemeinde ist die Tierwelt Herberstein, die wenige Kilometer vom See entfernt in einer Schlucht liegt und Tierpark, Schloss Herberstein und das 2023 eröffnete Haus der Biodiversität verbindet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 23 Euro, für Kinder von 3 bis 15 Jahren 16 Euro, für Jugendliche, Studierende und Senioren 20 Euro; Kinder unter drei Jahren zahlen nichts. Das Familienticket für einen Erwachsenen mit einem Kind kostet 35 Euro, für zwei Erwachsene mit einem Kind 56 Euro. Jahreskarten gibt es ab 39 Euro für Kinder und 69 Euro für Erwachsene. Die aktuellen Tarife stehen auf der Preisseite der Tierwelt Herberstein.
Die Kombination aus beidem füllt einen ganzen Tag: vormittags Tierpark, nachmittags See - oder umgekehrt, wenn man dem Andrang ausweichen will. Für Familien ist das eine der wenigen Konstellationen im Umland, bei der beide Programmpunkte fußläufig auseinanderliegen und trotzdem völlig verschieden sind. Weitere Ziele in Fahrweite stehen in unserer Übersicht der Ausflugsziele rund um Graz und im Beitrag Graz mit Kindern.
Radeln, wandern, Ballon fahren
Der See ist das Zentrum einer Region, die sich ApfelLand nennt, und das ist keine Marketingerfindung: Apfel- und Weingärten prägen die Landschaft, dazwischen liegen Buschenschenken, Kneippstationen und Ausflugsziele in dichter Folge. Die Region wirbt als Familienradregion mit weitgehend verkehrsfreien Strecken, deren Höhepunkt die sogenannte Klammstrecke ist - eine Route durch die Schlucht, die für Kinder deutlich spannender ist als ein Radweg entlang einer Landstraße.
Zum Wandern taugt die sanft hügelige Landschaft ebenso, mit Themenwegen und genug Einkehrmöglichkeiten, dass niemand hungrig bleibt. Und für alle, die es ungewöhnlicher mögen: Die Oststeiermark ist eine der beliebtesten Regionen Österreichs fürs Ballonfahren, weil die Wetterbedingungen das fast ganzjährig zulassen. Besonders gefragt sind die Fahrten im Frühjahr zur Apfelblüte und im Herbst zur Laubfärbung.
Zum Schloss Herberstein gehören außerdem Gärten, deren Anlage bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Bei einer Gartenführung geht es weniger um die Tiere nebenan als um europäische Gartenkultur - eine Alternative für alle, die den Tierpark schon kennen. Wer den Tag lieber im Wasser verbringt und trotzdem etwas sehen will, kombiniert die Klammstrecke am Vormittag mit dem Strandbad am Nachmittag - die Nachmittagskarte ab 15 Uhr ist genau dafür gemacht.
Anreise ab Graz
Mit dem Auto führt der Weg über die Oststeiermark Richtung Weiz und Anger; die reine Fahrzeit liegt bei rund 45 Minuten, an heißen Wochenenden im Juli kommt die Parkplatzsuche dazu. Wer früh kommt, spart sich beides.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der See schlecht erschlossen: Es gibt keine direkte Verbindung ab Graz, üblich sind Fahrten mit Umstieg, für die man rund zwei Stunden pro Richtung rechnen muss. Für einen Badetag mit Kindern ist das keine realistische Option, für eine Radtour mit Bahnanreise ins Umland schon eher. Die Region wirbt ohnehin mit ihren Familienradrouten rund um den See, und für Radfahrer ist die Zufahrt am angenehmsten - flach, beschildert und ohne Parkgebühren am Ende. Eine Live-Webcam auf der Seite des Sees zeigt vor der Abfahrt, wie voll es gerade ist. Stand August 2026.