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Andritz: Zehn Milliarden Euro Umsatz bis 2029

Der Grazer Industriekonzern Andritz hat beim Capital Markets Day 2026 neue mittelfristige Finanzziele präsentiert: Bis 2029 soll der Umsatz auf zehn Milliarden Euro steigen, die operative Rendite auf zehn Prozent klettern.

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Der Grazer Anlagenbauer Andritz hat am 6. Oktober 2026 beim Capital Markets Day in Graz seine neuen mittelfristigen Finanzziele bekanntgegeben. Bis zum Jahr 2029 strebt der Konzern einen Umsatz von 10 Milliarden Euro sowie eine vergleichbare operative Rendite (EBITA-Marge) von 10 Prozent an. Die bisherigen Mittelfristziele für 2027 werden damit ersetzt.

Capital Markets Day am Grazer Hauptsitz

Mehr als 120 internationale Investoren und Analysten sowie Vertreter aus Finanzmedien und Bankwesen nahmen am Capital Markets Day teil - entweder vor Ort am Hauptsitz in der Stattegger Straße in Graz oder per Live-Webcast. Parallel zur Veranstaltung eröffnete Andritz das neue Andritz Experience Center, in dem die Kompetenzen des Konzerns in den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz erlebbar gemacht werden. Die Eröffnung unterstreicht die Rolle von Graz als Technologie- und Innovationsstandort des Unternehmens.

Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Schönbeck erläuterte die Wachstumsambitionen: „Auf Basis unserer langfristigen Strategie und unserer starken Marktposition streben wir an, den Umsatz bis 2029 auf 10 Mrd. EUR zu steigern und die vergleichbare EBITA-Marge auf 10 % zu erhöhen." Als wesentliche Wachstumstreiber nennt der Konzern die Energiewende, den weltweit steigenden Strombedarf sowie Digitalisierung, Automatisierung und KI. Bereits mehr als ein Drittel des Konzernumsatzes entfällt auf Geschäftsbereiche mit Bezug zum Energiesektor.

Rekordauftragsbestand und Ziele für 2026

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt das Management einen Umsatz von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro bei einer EBITA-Marge von 8,7 bis 9,1 Prozent an. Rückenwind gibt dem Konzern dabei ein Rekordauftragsbestand von 10,5 Milliarden Euro.

Das Geschäftsjahr 2025 verlief hingegen herausfordernd: Der Umsatz lag bei 7.883,1 Millionen Euro und damit um 5,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 8.313,7 Millionen Euro - bedingt durch einen reduzierten Auftragseingang im vorangegangenen Jahr sowie makroökonomischen Gegenwind und geopolitische Unsicherheiten.

Wachstum auf drei Säulen

Das künftige Wachstum soll auf den Säulen Dekarbonisierung, Digitalisierung und Kundenservice aufgebaut werden. An der bestehenden M&A-Strategie sowie der Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent hält Andritz fest. „Andritz befasst sich mit den zentralen Themen unserer Zeit: der steigenden Nachfrage nach erneuerbarer und elektrischer Energie, der wachsenden Kreislaufwirtschaft und der fortschreitenden Digitalisierung", betonte Schönbeck.

Andritz wurde 1852 gegründet und zählt zu den bedeutendsten Industriekonzernen der Steiermark. Der global aufgestellte Anlagenbauer liefert Anlagen und Serviceleistungen unter anderem für die Zellstoff- und Papierindustrie, die Metallindustrie sowie für Wasserkraftwerke. Die beim Capital Markets Day präsentierten Wachstumsziele bis 2029 sind damit auch ein Signal für die wirtschaftliche Bedeutung des Konzerns für den Standort Graz und die gesamte Steiermark.