Schulzentrum Premstätten: Neubau für 14,2 Mio. Euro eröffnet
Am 3. Oktober 2026 wurde das erweiterte Schulzentrum Premstätten feierlich eröffnet. Rund 14,2 Millionen Euro flossen in den Zu- und Umbau, der Volks-, Mittel- und Musikschule auf über 11.000 Quadratmetern vereint.
Mit einer Feier am Samstag, 3. Oktober 2026, hat die Marktgemeinde Premstätten ihr erweitertes Schulzentrum in der Schulstraße 6 offiziell eröffnet. Nach drei Bauphasen, einem Planungsbeginn im Jahr 2023 und Baubeginn 2024 steht nun ein modernes Bildungszentrum mit über 11.000 Quadratmetern zur Verfügung - gebaut und modernisiert bei laufendem Schulbetrieb.
Investition von 14,2 Millionen Euro
Die Gesamtkosten des Zu- und Umbaus belaufen sich auf rund 14,2 Millionen Euro. Finanziert wurde das Vorhaben durch eine Kombination aus Förderungen, Eigenmitteln der Marktgemeinde sowie anteiliger Beteiligung der Sprengelgemeinden Seiersberg-Pirka, Wundschuh, Haselsdorf-Tobelbad und Dobl-Zwaring. Bürgermeister Matthias Pokorn hob die Zusammenarbeit aller beteiligten Gemeinden hervor: „Der neue Turnsaal und die modernisierten Unterrichtsräume sind wichtige Schritte, um Premstätten als zukunftsorientierten Bildungsstandort zu stärken."
Im Zuge der Bauarbeiten entstanden unter anderem ein barrierefreier Garderobentrakt, eine dritte Sporthalle, Smartboards in den Unterrichtsräumen sowie ein neues Schulbuffet. Das Gebäude, dessen Ursprünge bis in die 1970er-Jahre zurückreichen, wurde damit grundlegend erneuert und erweitert.
Volksschule, Mittelschule und Musikschule unter einem Dach
Das Schulzentrum vereint nun drei Schultypen in insgesamt 31 Klassen: Die Volksschule zählt 349 Kinder, die Mittelschule 284 Schülerinnen und Schüler und die Musikschule rund 400 Lernende. Höhepunkt der Eröffnungsfeier war die Schlüsselübergabe an die drei Direktoren: Olga Holzer-Taladianos (Volksschule), Reinhard Jagersbacher (Mittelschule) und Klaus Eder (Musikschule).
Ab dem Schuljahr 2026/2027 startet die Mittelschule mit einem neuen pädagogischen Konzept: Die ersten Klassen durchlaufen ein Orientierungsjahr, ab der zweiten Klasse wählen die Schülerinnen und Schüler aus vier Vertiefungsbereichen - MINT, Sprachen, Kreativ-Technik und Sport.
Bildungsknotenpunkt für den Grazer Süden
Der Ausbau des Schulstandorts ist eine direkte Antwort auf den anhaltenden Bevölkerungszuzug im Grazer Süden. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus Premstätten und den umliegenden Sprengelgemeinden, womit das Zentrum eine regionale Versorgungsfunktion übernimmt. Baudirektor Gerhard Wonisch brachte den Projekterfolg beim Festakt auf den Punkt: „Das Um und Auf bei so einem großen Projekt ist das Team." Schulwart Hannes Brugger-Kainz ergänzte: „Es war ein Mega-Umbau, und das bei laufendem Betrieb."
Dass der gesamte Umbau ohne Unterbrechung des Schulbetriebs gelang, gilt intern als besondere organisatorische Leistung. Mit dem Abschluss des Projekts positioniert sich Premstätten als moderner Bildungsstandort für die gesamte Wachstumsregion südlich von Graz.