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Elisabethinen Graz: Österreichs erstes Holz-Krankenhaus eröffnet

Am 2. Oktober 2026 eröffnete das Krankenhaus der Elisabethinen Graz seinen Neu- und Zubau: Mit rund 36.000 m² Gesamtfläche und 60 Millionen Euro Investition entstand Österreichs erstes mehrstöckiges Krankenhaus in Holzbauweise.

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Das Krankenhaus der Elisabethinen Graz hat am 2. Oktober 2026 seinen Neu- und Zubau in der Elisabethinergasse offiziell eröffnet. Der Zubau ist Österreichs erstes mehrstöckiges Krankenhaus in Holzbauweise und gilt als eines der größten Holz-Krankenhäuser Europas in Holz-Hybridbauweise. Rund 60 Millionen Euro, finanziert durch den Gesundheitsfonds Steiermark, flossen in das Projekt.

Holzbau als architektonisches Leitprinzip

Für die Umsetzung zeichnet das Architekturbüro Hammerl verantwortlich, den Holzbau übernahm die Strobl Bau - Holzbau GmbH in einer ARGE mit Porr. Verbaut wurden 1.700 m³ Brettsperrholz und 1.600 m² Holzriegelwände; lediglich Stiegenhäuser und andere statisch kritische Bereiche wurden in Stahlbeton ausgeführt. Die Fassade umfasst 3.000 m² Aluverbund. Das Krankenhaus habe damit, so die offizielle Aussendung, „besondere Akzente in den Bereichen Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität und therapeutische Architektur" setzen wollen.

Mehr Betten, mehr Fachbereiche unter einem Dach

Mit dem Zubau wächst die Gesamtfläche von Alt- und Neubau auf rund 36.000 m². Der neue Gebäudeteil selbst umfasst rund 10.700 m² zusätzliche Nutzfläche. Die Bettenkapazität steigt von bisher 187 auf 222 Betten. Erstmals sind Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Radiologie sowie Schmerzmedizin an einem gemeinsamen Standort vereint. Die Abteilungen für Psychiatrie und Neurologie wurden dafür vom bisherigen Standort in Eggenberg in die Elisabethinergasse verlegt - die größte Übersiedelung in der Geschichte des Hauses.

Geschäftsführer Christian Lagger betonte zur Eröffnung: „Medizinische, pflegerische und therapeutische Kompetenzen können noch enger ineinandergreifen." Die Zusammenführung der Fachbereiche ermöglicht eine engere Zusammenarbeit und verbessert die Versorgung insbesondere für ältere Patientinnen und Patienten mit komplexen Krankheitsbildern.

Bauzeit bei laufendem Betrieb

Der Spatenstich erfolgte am 21. Juni 2023, der eigentliche Baubeginn im April 2024. Die Fertigstellung gelang in rund eineinhalb Jahren - bei durchgehendem Krankenhausbetrieb. Bauabschnitte, Raumrochaden und technische Arbeiten mussten sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesundheitswesen würdigten bei der Eröffnung den Mut und die logistische Leistung, die dieses Vorgehen erforderte.

Lokaler Kontext und Ausblick bis 2030

Für Graz und die Steiermark markiert das Projekt einen bedeutenden Schritt in der regionalen Gesundheitsversorgung. Der Standort Graz-Gries übernimmt mit der Zusammenführung der Fachbereiche eine verstärkte Rolle für die neurologische und psychiatrische Versorgung der gesamten Region - Bereiche, die angesichts der demografischen Entwicklung an Bedeutung gewinnen. Bis 2030 sollen weitere 75 Betten hinzukommen; geplant ist zudem die Verlegung der Alterspsychiatrie vom Standort Graz-Süd an die Elisabethinergasse. Die Elisabethinen reagieren damit auf die stetig wachsenden Anforderungen an die Gesundheitsversorgung einer alternden Gesellschaft.