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Heidenbauer-Pleite: 100 Jobs in Bruck an der Mur weg

Die Restrukturierung der traditionsreichen Heidenbauer-Gruppe aus Bruck an der Mur ist endgültig gescheitert. Vier Auffanggesellschaften haben beim Landesgericht Leoben Konkursanträge gestellt - rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

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Die seit 1946 bestehende Heidenbauer-Gruppe aus Bruck an der Mur ist endgültig am Ende. Nach einer intensiv betriebenen Restrukturierung seit November 2025 müssen nun vier Auffanggesellschaften Konkurs anmelden - weil die vereinbarte Finanzierung durch die Hausbank nicht eingehalten wurde. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren damit ihren Arbeitsplatz.

Vier Gesellschaften betroffen

Konkursanträge beim Landesgericht Leoben haben die Heidenbauer Dach Wand GmbH, die Heidenbauer Management GmbH, die Heidenbauer Metallbau GmbH sowie die Heidenbauer Pools GmbH gestellt - alle mit Sitz in der Brandstetter Straße 30 in Bruck an der Mur. In den vier Gesellschaften sind insgesamt 91 Dienstnehmer beschäftigt: 54 davon in der Metallbau GmbH, 16 bei Pools, 13 bei Dach Wand und 8 bei der Management GmbH.

Für die bereits eröffneten Konkursverfahren der Heidenbauer Dach Wand GmbH und der Heidenbauer Pools GmbH wurde Dr. Helmut Fetz als Insolvenzverwalter bestellt. Die Anmeldefrist für Gläubiger läuft bis zum 30. September 2026, die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für den 14. Oktober 2026 angesetzt. Insgesamt sind 212 Gläubiger betroffen, die Verbindlichkeiten der Gruppe belaufen sich auf rund 63 Millionen Euro.

Gescheiterte Neuaufstellung

Die Heidenbauer-Gruppe wurde 1946 als Schlosserei in Bruck an der Mur gegründet und entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem Metallbau-Spezialisten mit Produktionsstätten in Wien-Neudorf und Bruck an der Mur. Bereits 2025 hatten fünf Gesellschaften der ursprünglichen Gruppe Insolvenzanträge gestellt. Über Auffanglösungen entstand danach die sogenannte Heidenbauer-Gruppe-Neu - doch auch diese Neuaufstellung ist nun gescheitert.

Als Ursachen für die ursprüngliche Schieflage nennt das Unternehmen die Pandemie, massive Preissteigerungen und Insolvenzen großer Bauträger. Eigentümer Batoor Khan, der nach eigenen Angaben zuvor erhebliche private Mittel eingebracht hatte, zeigte sich in einer OTS-Presseaussendung vom 23. Juli 2026 „fassungslos" über das Scheitern der Finanzierungszusage. Eine Unternehmensfortführung ist nicht mehr beabsichtigt.

Arbeitsmarkt im Bezirk Bruck zeigt sich robust

Für die rund 100 betroffenen Beschäftigten im steirischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt laut Arbeitsmarktservice Steiermark besser als in anderen Regionen. Der Bezirk Bruck gehört zu den wenigen Gebieten in der Steiermark, in denen die Arbeitslosigkeit zuletzt sogar rückläufig war. Der Verlust eines traditionsreichen Industriebetriebs mit fast acht Jahrzehnten Geschichte trifft die Region dennoch empfindlich.