GRAZ JOURNAL
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Klanglicht 2026: Eggenberg, Wien und Eintritt

Österreichs größtes Licht- und Klangfestival kehrt vom 23. Oktober bis 7. November 2026 in den Schlosspark Eggenberg zurück - erstmals kostenpflichtig und erstmals gleichzeitig auch in Wien.

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Das Klanglicht Festival kehrt 2026 nach Schloss Eggenberg zurück - und bringt gleich mehrere Neuerungen mit. Vom 23. Oktober bis 7. November 2026 verwandelt Österreichs größtes Licht- und Klangfestival den Schlosspark Eggenberg in eine begehbare Klang- und Lichtinstallation. Gleichzeitig expandiert das Festival erstmals in eine zweite Stadt: Im Schwarzenberggarten am Belvedere in Wien läuft Klanglicht parallel, in Kooperation mit der Stiftung Schwarzenberg und dem Künstlermanager Georg Hoanzl.

Erstmals Eintritt: 19 Euro im Vorverkauf

Die wohl einschneidendste Änderung gegenüber den Vorjahren: Klanglicht wird erstmals kostenpflichtig. Der Eintritt für den Standort Eggenberg beträgt 19 Euro im Vorverkauf und 24 Euro an der Abendkasse. Bühnen-Graz-Geschäftsführer Bernhard Rinner begründete den Schritt mit finanziellen Herausforderungen. Das Festival ist seit seiner Gründung 2015 über die Bühnen Graz organisiert und hatte sich als kostenfreies Stadtspektakel etabliert. Die Graz-Wien-Kooperation ist dabei kostenneutral gestaltet: Ein Lizenzvertrag sieht jährlich 50.000 Euro vor.

Die Öffnungszeiten an Festivaltagen sind täglich von 18:00 bis 22:00 Uhr, der Einlass erfolgt gestaffelt nach gebuchten Timeslots um 18, 19, 20 oder 21 Uhr. Tickets sind über die Bühnen Graz erhältlich.

Kuratorisches Konzept: Zeit als künstlerisches Thema

Das inhaltliche Programm verantwortet die Grazer Kuratorin Birgit Lill-Schnabl. Das kuratorische Konzept 2026 lädt Künstlerinnen und Künstler ein, Zeit zu strecken, zu fragmentieren oder in spekulative Zukünfte zu projizieren. Dieses Spannungsfeld aus Rationalität, Mythos und Imagination bildet den inhaltlichen Kern der Ausgabe. Zu den beteiligten Künstlern zählen unter anderem Yasuhiro Chida, Alfredo Barsuglia und Katja Paternoster.

Den Rahmen dafür liefert Schloss Eggenberg selbst: Das Barockgebäude folgt einem astronomisch-kalendarischen System mit 365 Fenstern, 52 Türen und 24 Prunkräumen - ein gebautes Abbild des Jahreslaufs, das zum Thema Zeit in direkter Verbindung steht.

Strukturelle Zäsur für das Grazer Festival

Der Wechsel weg von der Grazer Innenstadt und die Einführung von Eintrittspreisen markieren eine strukturelle Zäsur. In den vergangenen Jahren hatte das Festival als frei zugängliches Ereignis in der Innenstadt ein breites Publikum erreicht. 2025 feierte Klanglicht sein zehnjähriges Jubiläum mit rund 108.310 Besucherinnen und Besuchern an vier Abenden. Etwa 12 Prozent der Gäste reisten international an, vor allem aus Deutschland, Ungarn und Kroatien - ein Beleg dafür, dass das Festival längst auch als Tourismusfaktor wirkt. Die Einführung von Eintrittspreisen steht im Zusammenhang mit dem Spardruck bei den Bühnen Graz und hat bereits politische Reaktionen ausgelöst.

Mit der Expansion nach Wien und dem neuen Veranstaltungsort positioniert sich Klanglicht neu - als kuratiertes Festivalformat mit klar definiertem Rahmenprogramm statt als offenes Stadtfest. Ob das Publikum diesen Wandel mitträgt, wird sich ab Ende Oktober zeigen. Tickets und weitere Informationen sind auf der offiziellen Festivalwebsite der Bühnen Graz verfügbar.