La Strada 2026: Festival konzentriert sich ganz auf Graz
Das internationale Straßenkunstfestival La Strada findet von 31. Juli bis 8. August 2026 ausschließlich in Graz statt. Aufführungen in Stainz und Weiz entfallen wegen Kürzungen bei den Kulturfördermitteln.
Das internationale Straßenkunstfestival La Strada Graz öffnet von 31. Juli bis 8. August 2026 wieder die Bühnen der Stadt - dieses Mal jedoch ausschließlich in Graz und seinem unmittelbaren Umland. Aufführungen in Stainz und Weiz, die bislang zur festen Festivalstruktur gehörten, entfallen in diesem Jahr. Der Grund: angespannte Kulturfördermittel, die das Festival zu einer Konzentration auf den Grazer Raum zwingen.
101 Vorstellungen, mehr als 80 davon gratis
Trotz der strukturellen Einschränkungen präsentiert La Strada 2026 ein umfangreiches Programm: 21 Produktionen in 101 Vorstellungen stehen auf dem Spielplan, davon sind mehr als 80 bei freiem Eintritt zugänglich. Compagnien aus Frankreich, Belgien, Kanada, der Schweiz und Österreich bespielen den öffentlichen Raum - Straßen, Plätze und Parks werden zur Bühne. Die Eröffnung findet am 31. Juli in der Oper Graz statt.
Zu den Spielorten zählen der Hauptplatz, der Freiheitsplatz, der Karmeliterplatz, der Augarten, der MURPARK, der Minoritenhof, der Botanische Garten sowie das Stadtviertel Reininghaus. Im Umland sind Gratkorn, Andritz und Kalsdorf eingebunden.
Leitthema „teil:haben"
Das Festivalmotto „teil:haben" steht 2026 stärker im Mittelpunkt als in den Vorjahren. Das Programm lädt Besucherinnen und Besucher ein, selbst aktiv zu werden - in Workshops, partizipativen Performances und gemeinsamen musikalischen Momenten. Intendant Werner Johannes Schrempf fasste das bei der Programm-Pressekonferenz am 1. Juli 2026 knapp zusammen: „Es wird viel passieren in diesem Sommer in der Stadt." Gemeinsam mit Organisatorin Diana Brus gab er Einblicke ins Programm.
La Strada versteht sich seit seiner Gründung im Jahr 1998 - das Festival blickt damit auf eine bald 30-jährige Geschichte zurück - als Festival, das die Stadt als Bühne begreift und deren Bewohnerinnen und Bewohner als Akteurinnen und Akteure einbezieht.
Kulturpolitisches Signal für die Steiermark
Der Wegfall der Gastspielorte in Stainz und Weiz ist mehr als eine logistische Anpassung. Er zeigt exemplarisch, wie Sparmaßnahmen im Kulturbereich direkte Folgen für die regionale Festivallandschaft der Steiermark haben. Besonders die freie Szene, zu der La Strada zählt, ist von den budgetären Einschränkungen bei den Kulturförderungen betroffen. Das Festival hat als Reaktion darauf den Club La Strada als Instrument zur direkten Publikumsfinanzierung ausgebaut, um die Programmvielfalt zu sichern.
Die Tradition der Festivalauftritte in steirischen Gemeinden außerhalb von Graz reicht weit zurück - Stainz, Weiz und Seggauberg waren über viele Jahre feste Bestandteile des Programms. Ihr Entfallen 2026 markiert einen deutlichen Einschnitt in der Geschichte des Festivals, das sich nun erstmals seit Jahren wieder vollständig auf Graz konzentriert. Mehr Informationen zum Programm finden sich auf der offiziellen Website von La Strada Graz.