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Medizinstudium Graz 2026: 2.824 Anmeldungen für MedAT

Für das Aufnahmeverfahren zum Medizinstudium an der Med Uni Graz haben sich 2026 insgesamt 2.824 Personen angemeldet. Die Zahl der Bewerbungen liegt damit auf einem konstant hohen Niveau.

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Für das Medizinstudium an der Medizinischen Universität Graz haben sich im Jahr 2026 insgesamt 2.824 Personen angemeldet. Das geht aus den aktuellen Zahlen zum Aufnahmeverfahren MedAT hervor, wie ORF Steiermark berichtet. Die Bewerberzahlen bewegen sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau, was den anhaltenden Andrang auf das Medizinstudium in der steirischen Landeshauptstadt unterstreicht.

Studienplätze bleiben hart umkämpft

Wie in den vergangenen Jahren übersteigt die Zahl der Anmeldungen die verfügbaren Studienplätze um ein Vielfaches. An der Med Uni Graz stehen für das Studienjahr 2026/27 rund 370 Studienplätze für Humanmedizin und etwa 40 Plätze für Zahnmedizin zur Verfügung. Auf einen Studienplatz kommen somit rechnerisch mehrere Bewerberinnen und Bewerber.

Der MedAT, der gemeinsame Aufnahmetest der österreichischen medizinischen Universitäten, gilt als einer der anspruchsvollsten Aufnahmetests im gesamten Hochschulbereich. Er prüft neben naturwissenschaftlichem Grundwissen auch kognitive Fähigkeiten, Textverständnis sowie sozial-emotionale Kompetenzen. Der Test findet traditionell im Juli statt.

Graz als gefragter Studienort

Die Medizinische Universität Graz zählt neben den medizinischen Universitäten in Wien und Innsbruck sowie der Johannes Kepler Universität Linz zu den vier Standorten, an denen in Österreich ein Medizinstudium absolviert werden kann. Die Anmeldezahlen zeigen, dass der Standort Graz bei Studieninteressierten nach wie vor stark nachgefragt ist.

Österreichweit werden die Bewerberzahlen für den MedAT jedes Jahr mit Spannung erwartet, da sie als Indikator für das Interesse am Arztberuf gelten. Angesichts des vielfach diskutierten Ärztemangels, insbesondere im ländlichen Raum, kommt den Ausbildungskapazitäten der medizinischen Universitäten eine zentrale Bedeutung zu.

Quotenregelung für EU-Bürger

Beim MedAT gilt eine Quotenregelung, die vorsieht, dass mindestens 75 Prozent der Studienplätze an Personen mit österreichischem Maturazeugnis vergeben werden. Weitere 20 Prozent sind für Bewerberinnen und Bewerber aus anderen EU-Staaten reserviert, die restlichen fünf Prozent entfallen auf Personen aus Drittstaaten. Diese Regelung soll sicherstellen, dass trotz des hohen internationalen Interesses ausreichend Ärztinnen und Ärzte für das österreichische Gesundheitssystem ausgebildet werden.

In den vergangenen Jahren war der Anteil deutscher Bewerberinnen und Bewerber in Graz stets beträchtlich. Viele von ihnen weichen nach Österreich aus, weil die Zulassung zum Medizinstudium in Deutschland über den Numerus clausus ebenfalls stark reglementiert ist.

Vorbereitung und Konkurrenz

Die hohe Bewerberzahl bedeutet für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen erheblichen Konkurrenzdruck. Viele bereiten sich über Monate hinweg gezielt auf den MedAT vor, sei es in Form von Vorbereitungskursen, Lerngruppen oder im Selbststudium. Die Erfolgsquote liegt erfahrungsgemäß bei rund zehn bis 15 Prozent, je nach Standort und Jahr.

An der Med Uni Graz wird neben der reinen Wissensvermittlung auch auf praxisnahe Ausbildung gesetzt. Das LKH-Universitätsklinikum Graz als eines der größten Krankenhäuser Österreichs dient den Studierenden als wichtigste klinische Ausbildungsstätte. Die enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Patientenversorgung gilt als wesentlicher Standortvorteil.

Nächste Schritte für Bewerber

Nach Ablauf der Anmeldefrist müssen sich die registrierten Kandidatinnen und Kandidaten nun auf den MedAT-Testtag im Sommer vorbereiten. Erfahrungsgemäß treten nicht alle angemeldeten Personen tatsächlich zum Test an, sodass die tatsächliche Teilnehmerzahl am Prüfungstag etwas geringer ausfallen dürfte als die Anmeldezahl.

Die Ergebnisse des MedAT werden in der Regel wenige Wochen nach dem Testtermin bekanntgegeben. Wer einen der begehrten Studienplätze erhält, kann im Wintersemester 2026/27 mit dem Medizinstudium in Graz beginnen. Für alle anderen bleibt die Option, sich im Folgejahr erneut anzumelden oder auf alternative Studienmöglichkeiten im In- und Ausland auszuweichen.