GRAZ JOURNAL
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Nexspace in Graz: IT-Kapazitäten werden verdoppelt

Mit einem Spatenstich am 27. August 2026 startet Nexspace den Bau eines neuen Rechenzentrums an der Alten Poststraße in Graz. Der Neubau verdoppelt die Kapazitäten am Standort und soll im September 2027 in Betrieb gehen.

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Am 27. August 2026 hat das Rechenzentrums-Unternehmen Nexspace in Graz den Spatenstich für ein neues Rechenzentrum vollzogen. Das Bauprojekt an der Alten Poststraße verdoppelt die IT-Kapazitäten am bestehenden Standort und markiert einen weiteren Ausbauschritt für die digitale Infrastruktur der Steiermark.

Viergeschossiger Neubau mit 3.000 m² Nutzfläche

Der neue Baukörper umfasst vier Stockwerke mit einer Gesamtnutzfläche von rund 3.000 m². Davon entfallen circa 600 m² auf zusätzliche IT-Fläche, die eine zusätzliche Kapazität von rund 2,2 MW bereitstellt. Die Inbetriebnahme ist für September 2027 geplant. Nexspace-CEO Christian Zipp erklärte anlässlich des Spatenstichs: „Der Bedarf an leistungsfähigen und sicheren Rechenzentrumskapazitäten steigt in Österreich kontinuierlich."

Bestehender Standort seit 2022 in Betrieb

Das bestehende Rechenzentrum an der Alten Poststraße nahm 2022 den Betrieb auf und wurde ursprünglich von COOLtec Systems für den Telekommunikationsanbieter Magenta Telekom errichtet. Die Anlage verfügt derzeit über eine Leistung von 3,6 MW, eine IT-Fläche von 1.120 m² sowie Kapazität für 380 Racks. Mit einem PUE-Wert von 1,15 gilt das Rechenzentrum als eines der energieeffizientesten in Europa.

KI und High-Density-Computing im Fokus

Der Neubau soll neben klassischen IT-Workloads künftig auch rechenintensive Anwendungen unterstützen - insbesondere Künstliche Intelligenz und High-Density-Computing. Moderne Kühlungstechnologien sowie Wärmerückgewinnungssysteme sind Teil des Konzepts, um den ökologischen Fußabdruck des Standorts zu reduzieren.

Hinter der Expansion steht auch eine strategische Entscheidung der Investitionsgesellschaft InfraRed Capital Partners, Miteigentümerin von Nexspace: Das Unternehmen verfolgt gezielt den Aufbau regionaler Rechenzentrumskapazitäten in Städten der DACH-Region, da der Markt kleiner und mittlerer Unternehmen ein stark wachsendes Segment darstellt.

Rechtliche Begleitung und lokale Einordnung

Beim Ausbau wurde Nexspace rechtlich von der E+H Rechtsanwälte GmbH beraten. Johannes Feilmair, Partner bei E+H, kommentierte die Transaktion in einer Pressemitteilung vom 11. August 2026: „The expansion of the Graz site marks another important step in strengthening Austria's digital infrastructure."

Für Graz und die Steiermark bedeutet das Projekt einen Ausbau der lokalen digitalen Infrastruktur. Bürgermeisterin Elke Kahr bewertet die Expansion als Zukunftsinvestition, die Anreize für mittelständische Betriebe in der Region schafft. Mit dem Neubau festigt Nexspace seine Rolle als regionaler Anbieter leistungsfähiger Rechenzentrumskapazitäten und stärkt den Wirtschaftsstandort Graz im wachsenden Markt für digitale Infrastruktur.