Photovoltaikpark Feiting: 29 GWh Strom für Steiermark
Die Energie Steiermark hat am 25. August 2026 den Spatenstich für ihren bislang leistungsstärksten Photovoltaikpark in Feiting bei Allerheiligen an der Wildon gesetzt. Die rund 11 Millionen Euro teure Anlage soll ab 2027 jährlich mehr als 29 GWh Strom erzeugen.
Die Energie Steiermark AG hat am 25. August 2026 den Spatenstich für die Photovoltaikanlage Feiting in der Gemeinde Allerheiligen bei Wildon im Bezirk Leibnitz gesetzt. Mit einer installierten Leistung von rund 22 Megawatt ist der neue Park die bislang leistungsstärkste Photovoltaikanlage des Unternehmens. Das Investitionsvolumen beträgt rund 11 Millionen Euro.
Strom für 8.300 Haushalte ab 2027
Die Anlage soll nach der geplanten Inbetriebnahme im zweiten Quartal 2027 jährlich mehr als 29 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem rechnerischen Jahresbedarf von rund 8.300 Haushalten und reicht laut Unternehmen für jedes dritte Elektroauto in der Steiermark. Durch die Erzeugung erneuerbaren Stroms werden zudem jährlich rund 4.900 Tonnen CO₂ vermieden. Errichtet wird der Park auf einer Fläche von rund 20 Hektar.
Das Projekt setzt auf agrarische Doppelnutzung: Das Areal dient gleichzeitig als Weide für rund 140 Schafe. Das angrenzende Umspannwerk Feiting der Energienetze Steiermark wurde bereits für die Netzintegration der neuen Anlage erweitert.
Ressi: Krisen als Treiber des Ausbaus
Beim Spatenstich waren neben den Energie-Steiermark-Vorständen Martin Graf und Werner Ressi auch Bürgermeister Christian Sekli (ÖVP, Allerheiligen bei Wildon), Projektleiterin Nora Licker sowie Grundstückseigentümer Herbert Pechtigam anwesend. Graf und Ressi betonten die strategische Bedeutung des Projekts: „Der Ausbau der Photovoltaik ist ein wesentlicher Baustein unseres breit aufgestellten Energiesystems. Mit der Anlage in Feiting schaffen wir zusätzliche regionale Erzeugungskapazitäten und stärken die Versorgung mit erneuerbarer Energie aus der Steiermark."
Ressi verwies ausdrücklich auf aktuelle geopolitische und klimatische Belastungen als Antrieb für den beschleunigten Ausbau: „Wir haben auf der einen Seite die Turbulenzen beim Gaspreis aufgrund der Iran-Krise, wir haben die extremen Wetterereignisse, die Dürre. Für ein resilientes Energiesystem braucht man alles, wir brauchen die Wasserkraft, wir brauchen den Wind und wir brauchen die Photovoltaik."
Größer als der bisherige Spitzenreiter
Das neue Projekt in Feiting übertrifft den bisherigen Rekordhalter des Unternehmens deutlich: der PV-Park Dobl-Zwaring bei Graz erzeugt auf ebenfalls rund 20 Hektar mehr als 22 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom jährlich und versorgt über 6.000 Haushalte. Bürgermeister Sekli unterstrich den regionalen Stellenwert: „Mit der neuen Photovoltaik-Anlage wird Feiting zu einem wichtigen Standort für die regionale Erzeugung erneuerbarer Energie."
Massiver Infrastrukturschub in der Steiermark
Das Projekt in Feiting liegt im steirischen Einzugsgebiet südlich von Graz und fügt sich in eine umfassende Investitionsoffensive ein. Parallel investiert die Energie Steiermark im Jahr 2026 rund 300 Millionen Euro in den Netzausbau, weitere 2,5 Milliarden Euro sind für die kommenden Jahre geplant. Der Ausbaudruck bleibt hoch: Bis 2024 waren laut Österreichischem Netz- und Infrastrukturplan (ÖNIP) erst 47 Prozent der bis 2030 benötigten Photovoltaikleistung in der Steiermark installiert.