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Mana Health Technologies: Grazer HealthTech-Firma insolvent

Über das Vermögen der Mana Health Technologies GmbH mit Sitz in Graz wurde am 9. Oktober 2026 ein Konkursverfahren eröffnet. Das seit 2019 aktive HealthTech-Start-up soll liquidiert werden; betroffen sind 33 Gläubiger mit Forderungen von rund 1,224 Millionen Euro.

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Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz hat am 9. Oktober 2026 ein Konkursverfahren über das Vermögen der Mana Health Technologies GmbH eröffnet. Das in der Brückenkopfgasse 1 in 8020 Graz ansässige Unternehmen soll liquidiert werden; eine Fortführung des Betriebs wird nicht angestrebt.

33 Gläubiger, über eine Million Euro Verbindlichkeiten

Von der Insolvenz sind 33 Gläubiger betroffen. Die Gesamtverbindlichkeiten werden mit rund 1,224 Millionen Euro angegeben. Dem gegenüber stehen Vermögenswerte im Wert von rund 1,124 Millionen Euro, die sich aus gewerblichen Schutzrechten, Patenten, Software- und Lizenzrechten sowie Sachanlagen und Vorräten zusammensetzen. Zum Zeitpunkt der Insolvenz beschäftigte das Unternehmen noch einen Dienstnehmer.

Die Mana Health Technologies GmbH wurde im Jahr 2019 gegründet und ist unter der Firmenbuchnummer FN 526891s eingetragen. Das Stammkapital beträgt 43.750 Euro. Als Geschäftsführung fungieren Elisa Margareta Böhm und Johannes Smolle.

Patentiertes Zahnpflegesystem als Kernangebot

Der Unternehmensgegenstand umfasste die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb technischer Produkte zur Gesundheitsförderung. Kernangebot war das patentierte Zahnpflegesystem „Manadental", das nach eigenen Angaben Bakterien an Stellen reduziert, an denen herkömmliche Zahnbürsten und Mundspülungen wenig wirksam sind, und so der Entstehung von Zahnfleischentzündungen entgegenwirken soll. Als Gewerbeberechtigung ist unter anderem die Erzeugung von kosmetischen Artikeln beim Magistrat der Stadt Graz eingetragen.

Gescheiterte Investorengespräche als Auslöser

Als Insolvenzursachen nennt die Antragstellerin laut dem AKV Europa (Alpenländischer Kreditorenverband) das Scheitern von Finanzierungsgesprächen mit potenziellen Investoren sowie die unzureichende wirtschaftliche Entwicklung einer bestehenden Vertriebskooperation. Notwendige Kapitalmaßnahmen zur Finanzierung des weiteren Vertriebsaufbaus konnten demnach nicht umgesetzt werden, wodurch letztlich Zahlungsunfähigkeit eingetreten sei.

Schwieriges Umfeld für HealthTech-Start-ups in Graz

Mit dem Konkurs von Mana Health Technologies verliert Graz ein seit 2019 aktives HealthTech-Start-up, das mit einem innovativen Ansatz in der Zahnpflege am Markt angetreten war. Der Fall verdeutlicht einmal mehr die angespannte Finanzierungssituation für junge Technologieunternehmen im Gesundheitsbereich: Selbst Unternehmen mit patentierten Produkten und einem klaren Alleinstellungsmerkmal sind auf verlässliche Investoren und funktionierende Vertriebsstrukturen angewiesen. Bleibt beides aus, droht - wie im Fall Mana Health Technologies - die Zahlungsunfähigkeit trotz vorhandener Vermögenswerte.