Steiermark Mieten: Nachfrage 2026 um 14 Prozent gestiegen
Laut einer Analyse von ImmoScout24 ist die Nachfrage nach Mietobjekten in der Steiermark um 14 Prozent gestiegen. Die Angebotsmieten legten um rund 12 Prozent zu und liegen bei 13,85 Euro pro Quadratmeter.
Auf dem steirischen Mietmarkt wächst der Druck: Laut einer Analyse von ImmoScout24 ist die Nachfrage nach Mietobjekten in der Steiermark um 14 Prozent gestiegen. Die Angebotsmieten legten demnach um rund 12 Prozent zu. Die Schlagzeile von einem Mietanstieg um 14 Prozent bezieht sich damit auf die Nachfrage, nicht auf den Preis.
Steiermark bleibt im Ländervergleich günstig
Die durchschnittliche Angebotsmiete in der Steiermark beträgt 13,85 Euro pro Quadratmeter. Damit liegt das Bundesland auf Platz 3 der günstigsten Länder, hinter dem Burgenland (11,72 Euro) und Oberösterreich (13,29 Euro).
Österreichweit lag der Schnitt im ersten Quartal 2026 bei rund 16 Euro pro Quadratmeter, etwa 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine Wohnung mit 70 Quadratmetern kostet im Schnitt 1.126 Euro. Die Steiermark liegt also unter dem Bundesschnitt, die Preise ziehen aber an.
Angebot wächst wieder
Erstmals nach dem Rückgang in den Jahren 2024 und 2025 steigt das Angebot an Mietobjekten österreichweit wieder, und zwar um 9 Prozent. Zuvor waren Mietwohnungen knapp und teurer geworden, unter anderem wegen der Inflation und der Indexanpassung bei Mietverträgen.
Die Nachfrage entwickelt sich in den Bundesländern unterschiedlich:
- Tirol: +16 Prozent
- Steiermark: +14 Prozent
- Vorarlberg und Kärnten: je +11 Prozent
- Wien: -4 Prozent
- Burgenland: -9 Prozent
- Salzburg: -11 Prozent
Was das für Graz bedeutet
Graz wächst, und viele Studierende suchen hier eine Wohnung. Wer in der Landeshauptstadt oder im Umland mieten möchte, trifft auf mehr Konkurrenz, denn die Nachfrage steigt deutlich. Zugleich sind die Preise im Bundesländervergleich noch moderat. Eigene Zahlen nur für Graz nennt die Analyse nicht, die Werte beziehen sich auf die gesamte Steiermark.
Einordnung der Daten
Die Zahlen stammen aus einer Analyse von ImmoScout24, einem kommerziellen Immobilienportal. Sie beziehen sich auf Angebotsmieten, also auf Preise bei Neuvermietungen, und nicht auf laufende Bestandsmieten. Die Preisangaben für die Steiermark schwanken innerhalb der Analyse leicht: An einer Stelle werden 12 Prozent genannt, an anderer Stelle werden für Oberösterreich und die Steiermark 11 beziehungsweise 12 Prozent angegeben. Amtliche Vergleichswerte, etwa von Statistik Austria, liegen für diese Auswertung nicht vor.
Für Mieterinnen und Mieter in der Steiermark heißt das: Die Konkurrenz um Wohnungen nimmt zu, das größere Angebot könnte den Markt aber mittelfristig entspannen. Ob sich dieser Effekt zeigt, werden die kommenden Quartalsdaten zeigen.