Öffis in Graz: Tram, Bus und Tickets
Alles zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in Graz: Sieben Tramlinien plus Neutorlinien 16 und 17, Buslinien, Tickets, Zonen, Nightline, Graz Card und die App GrazMobil. Mit aktuellen Preisen und Takten.
Das Tramnetz: Sieben Linien, zwei Neutorlinien
Die Straßenbahn ist das Rückgrat des Grazer Nahverkehrs. Alle Hauptlinien kreuzen sich am Jakominiplatz, dem zentralen Knotenpunkt im Süden der Inneren Stadt, an dem sich vier Gleisstränge treffen und pro Stunde in der Hauptverkehrszeit mehr als 80 Straßenbahnfahrten abgewickelt werden. Das Netz umfasst sechs reguläre Linien (1, 3, 4, 5, 6, 7), ergänzt durch die Verstärkerlinie 13 zwischen Hauptbahnhof und Murpark sowie seit dem 29. November 2025 durch die Neutorlinien 16 und 17. Eine aktuelle Übersicht aller Linien mit Streckenbeschreibungen führt die Holding Graz Linien.
Linie 1: Eggenberg - Mariatrost
Die Linie 1 ist die traditionsreichste Tramverbindung der Stadt. Sie verläuft in West-Ost-Richtung von der Endhaltestelle Eggenberg UKH (Unfallkrankenhaus) über Don Bosco, den Hauptbahnhof, Annenstraße, Hauptplatz, Jakominiplatz und Hilmteich bis nach Mariatrost. Der östliche Streckenabschnitt vom Hilmteich nach Mariatrost ist eingleisig und führt durch den Leechwald, was der Linie im Endabschnitt den Charakter einer Waldbahn gibt. Hinweis: Seit November 2025 fährt die Linie 1 aufgrund von Bauarbeiten auf dem Abschnitt Hilmteich-Mariatrost nur bis Hilmteich; ein Schienenersatzverkehr per Bus übernimmt die Weiterfahrt nach Mariatrost (Stand April 2026). Die Linie bedient damit drei Universitäten (FH Joanneum in Eggenberg, die Unigelände in Geidorf über Umsteigen), den Hauptbahnhof, die Altstadt und das Wallfahrtsziel Mariatrost.
Linie 3: Krenngasse - Andritz
Die Linie 3 verbindet den Osten der Stadt (Krenngasse in Geidorf) über Jakominiplatz und Hauptplatz mit Andritz im Norden. Sie ist die wichtigste Nord-Ost-Tangente des Netzes und verbindet dicht bewohnte Wohngebiete mit Zentrum und Bahnhof. Die Haltestelle Geidorfplatz ist ein zentraler Umsteigepunkt ins Gymnasium-Viertel und an die Karl-Franzens-Universität.
Linie 4: Reininghaus - Liebenau/Murpark
Die Linie 4 ist die längste Grazer Straßenbahnlinie. Sie verläuft von Reininghaus im Westen über Hauptbahnhof, Hauptplatz, Jakominiplatz, Messeplatz, Stadthalle und Liebenau bis zur Endhaltestelle Murpark, wo sie die Park-and-Ride-Anlage, das Einkaufszentrum Murpark und die Merkur Arena (Heimstätte des SK Sturm Graz) bedient. Die Linie 4 ist außerdem die wichtigste Zufahrt zur Messe Graz.
Linie 5: Andritz - Puntigam
Die Linie 5 ist die einzige klassische Nord-Süd-Achse des Grazer Tramnetzes. Sie verbindet Andritz im Norden über den Hauptplatz, Jakominiplatz, den Zentralfriedhof und die Triester Straße bis zur Endhaltestelle Puntigam im Süden. Der südliche Abschnitt zwischen Zentralfriedhof und Puntigam wurde 2023 zweigleisig ausgebaut; die zweigleisige Inbetriebnahme bis zur Endhaltestelle Puntigam erfolgte im November 2024. Die Linie 5 bedient außerdem das Brauquartier Puntigam und hat durch die Anbindung der Regionalbuslinie 630 eine zentrale Funktion für die Anreise vom Flughafen Graz-Thalerhof - Fluggäste steigen am Zentralfriedhof vom Bus auf die Tram um.
Linie 6: Smart City - St. Peter
Die Linie 6 wurde Ende 2021 um fünf Haltestellen bis ins Entwicklungsgebiet Smart City verlängert und verbindet seither Peter-Tunner-Gasse/tim/Harnoncourtplatz mit dem Hauptbahnhof, Jakominiplatz und St. Peter im Südosten der Stadt. Sie ist eine wichtige Anbindung der Bildungsstandorte im Süden und Osten - darunter die FH Joanneum und mehrere Schulen - und fährt den Hauptbahnhof als eine von vier Tramlinien an.
Linie 7: Wetzelsdorf - LKH Med Uni
Die Linie 7 durchquert die Stadt auf der West-Ost-Achse. Sie startet in Wetzelsdorf, führt über Eggenberg, Hauptbahnhof, Hauptplatz, Jakominiplatz und St. Leonhard bis zur Endhaltestelle LKH Med Uni am Universitätsklinikum in Geidorf. Damit ist die Linie 7 die direkte Verbindung zwischen Hauptbahnhof und dem größten Krankenhaus der Steiermark, was sie für Personal, Patienten und Besucher gleichermaßen wichtig macht.
Die Verstärkerlinie 13
Die Linie 13 ist keine eigene Strecke, sondern eine Verstärkerfahrt in den Hauptverkehrszeiten zwischen Hauptbahnhof und Liebenau/Murpark. Sie nutzt den Trassenverlauf der Linie 4 und erhöht die Kapazität auf der stark frequentierten Achse durch das Zentrum. Ihre Bedeutung wird im Stadtfahrplan als Ergänzung und nicht als eigenständige Verbindung geführt.
Die Neutorlinien 16 und 17
Am 29. November 2025 nahmen die neuen Straßenbahnlinien 16 und 17 ihren Regelbetrieb auf. Sie sind nicht völlig neue Strecken, sondern Varianten der bestehenden Linien 6 und 7, die anstelle der stark belasteten Herrengasse eine neue Trasse über die Tegetthoffbrücke, den Andreas-Hofer-Platz, die Neutorgasse und die Belgiergasse nehmen. Im Zuge des Ausbaus wurde die Tegetthoffbrücke um 1,25 Meter verbreitert und statisch verstärkt, zusätzlich entstanden rund 575 Meter neue Rad- und Gehwege. Die Neutorlinien entlasten die Herrengasse und damit die historische Achse der Inneren Stadt - eine Entlastung, die in der Stadtplanung seit Jahrzehnten diskutiert und laut Stadt Graz als Schlüsselprojekt des Grazer Öffi-Ausbaus gilt.
Fahrtakte und Fahrzeiten
Die Grazer Straßenbahnen fahren in der Hauptverkehrszeit (etwa von 7 bis 9 Uhr und von 14 bis 18 Uhr) auf den meisten Linien im 7- bis 8-Minuten-Takt, teilweise wurden diese Werte nach dem Fahrplanumbau 2022 auf 10 Minuten gestreckt. Außerhalb der Spitzenzeiten gilt tagsüber meist ein 10- bis 15-Minuten-Takt, abends und an Wochenenden ein 15- bis 20-Minuten-Takt. Die genauen Fahrzeiten pro Linie und Haltestelle lassen sich über die App GrazMobil in Echtzeit abfragen oder auf der offiziellen Fahrplanseite der Holding Graz einsehen.
Die ersten Straßenbahnen fahren werktags ab rund 4:30 Uhr, die letzten Kurse verkehren bis gegen 0:30 Uhr. An Freitagen und Samstagen übernimmt danach die Nightline den nächtlichen Fernverkehr. Die Fahrzeugflotte besteht überwiegend aus neueren Niederflurbahnen des Typs Variobahn (Stadler) und Flexity (Bombardier), die einen stufenlosen Einstieg ermöglichen; die älteren Hochflurwagen werden schrittweise ausgemustert.
Die wichtigsten Buslinien
Wo die Straßenbahn nicht hinkommt, übernimmt der Bus. Das Netz der Grazer Buslinien ist dicht und deckt die Hanglagen, die Außenbezirke und die Verbindungen zwischen den Trams ab. Einige besonders relevante Linien für Besucher und Pendler:
- Linie 30, 31 und 34: Tangentiale Verbindungen im Süden der Stadt.
- Linie 40: Verbindung zwischen Augarten, Dietrichsteinplatz und Ruckerlberg.
- Linie 58 und 63: Ab Jakominiplatz oder Hilmteich in Richtung Mariatrost, Leechwald und die nordöstlichen Hanglagen.
- Linie 62, 64 und 66: Waltendorf, Ruckerlberg und Hügellagen östlich der Stadt.
- Linie 85: Verbindung in Richtung Plabutsch-Basis und Thal.
- Regionalbuslinie 630: Flughafenzubringer von Graz Puntigam über Feldkirchen zum Flughafen Graz-Thalerhof und weiter nach Kalsdorf. Sie verkehrt werktags im 30-Minuten-Takt, an Wochenenden stündlich; letzte Abfahrt vom Flughafen gegen 23:50 Uhr. Am Zentralfriedhof besteht direkter Anschluss an die Tramlinie 5.
Die regionalen Buslinien rund um Graz sind Teil des Verbund Linie Steiermark und in das Tarifsystem integriert. Das bedeutet: Ein Ticket der Zone 101 gilt in sämtlichen Straßenbahnen, Stadtbussen, Regionalbussen und S-Bahnen innerhalb des Grazer Stadtgebiets.
Tickets und Preise (Stand April 2026)
Die Grazer Tickets werden vom Verbund Linie Steiermark herausgegeben und sind in allen Verkehrsmitteln im Stadtgebiet gültig. Die Zone 101 umfasst das gesamte Grazer Stadtgebiet; für Fahrten in die Umgebung (etwa nach Seiersberg, Kalsdorf, Gratkorn) kommen weitere Zonen dazu. Die Preise wurden mit 1. Juli 2025 um durchschnittlich drei Prozent erhöht.
Stundenkarte (Einzelticket)
Die Stundenkarte ist die Einstiegsvariante des Systems und ersetzt das klassische Einzelticket. Eine Stundenkarte kostet aktuell 3,20 € und erlaubt innerhalb von 60 Minuten beliebig viele Fahrten in eine Richtung - Umsteigen eingeschlossen. Sie gilt nicht für Rundfahrten oder Hin- und Rückfahrten. Die Stundenkarte ist an Automaten, in der App GrazMobil, in Trafiken oder beim Busfahrer (mit Aufpreis) erhältlich.
24-Stunden-Karte
Die 24-Stunden-Karte kostet 7,00 € und ist ab Entwertung 24 Stunden lang für beliebige Fahrten in Zone 101 gültig. Sie amortisiert sich bereits ab der dritten Einzelfahrt und ist damit das typische Ticket für Tagestouristen oder Einheimische, die am Tag mehrere Besorgungen erledigen.
Wochen-, Monats- und Jahreskarte
Für regelmäßige Nutzer gibt es gestaffelte Angebote. Die Wochenkarte für Zone 101 ist laut Verbund Linie ab 20,10 € erhältlich, die Monatskarte der Holding Graz beginnt bei 66,60 €. Die Jahreskarte für Graz liegt je nach Variante zwischen rund 514 € (Classic-Variante) und 624 € (übertragbar) - ein Preis, der für viele Pendler und Stammkunden das günstigste Modell darstellt. Jugendliche, Senioren und Personen mit bestimmten Sozialausweisen erhalten reduzierte Tarife.
Top-Ticket für Studierende, Schüler und Lehrlinge
Das Top-Ticket ist eines der markantesten Tarifangebote Österreichs. Schüler und Lehrlinge bis 24 Jahre mit Hauptwohnsitz oder Ausbildungsstätte in der Steiermark zahlen laut Verbund Linie Steiermark nur 140 € im Jahr; Studierende unter 26 Jahren bezahlen 193 € für das Studienjahr. Beide Tarife gelten in der gesamten Steiermark (mit Ausnahme der Fernbuslinien 311/321 nach Wien) und umfassen auch Wochenenden, Feiertage und Ferien. Das Top-Ticket macht Graz zu einer der Städte mit den günstigsten Nahverkehrstarifen für junge Menschen in Europa.
Graz Card: Museen plus Tram
Wer Graz als Tourist besucht, sollte die Graz Card in Betracht ziehen. Die Karte kombiniert die freie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel mit dem Eintritt in zahlreiche Museen (Universalmuseum Joanneum inklusive Kunsthaus, Landeszeughaus, Schloss Eggenberg und weitere) sowie der Nutzung der Schlossbergbahn. Laut Graz Tourismus gibt es die Karte in den Varianten 24, 48 und 72 Stunden, außerdem seit einiger Zeit eine „Graz Card Light", die nur die Museen und Rabatte enthält, aber die Öffis nicht einschließt. Für Gäste, die mindestens drei Museen besichtigen und das Tramnetz nutzen wollen, ist die Vollversion in der Regel günstiger als der Einzelkauf der Tickets. Verkauft wird sie im Grazer Tourismusbüro am Herrengasse, am Hauptbahnhof und in vielen Hotels.
Nightline: Der Nachtverkehr
An Freitag- und Samstagnächten sowie den Nächten vor Feiertagen übernimmt die Nightline den öffentlichen Verkehr. Sieben Buslinien - von N1 bis N7 - verkehren um 0:30, 1:30 und 2:30 Uhr ab Jakominiplatz stündlich in die verschiedenen Stadtteile. Die Linie N1 führt beispielsweise von Gösting über Eggenberg, Smart City und Hauptbahnhof nach Jakominiplatz und weiter in Richtung Mariatrost und Fölling-P+R. Die Linie N2 bedient Webling, Reininghaus, Jakominiplatz und Universität. Tickets der Zone 101 gelten auch in der Nightline ohne Aufpreis.
Die Nightline ersetzt an Wochenenden für viele Grazer das Taxi - gerade für Heimkehrer aus Clubs und Bars am Jakominiplatz, am Tummelplatz und in der Altstadt ist sie eine günstige Alternative. Die Fahrpläne der einzelnen Linien sind auf der Homepage der Holding Graz als PDF abrufbar.
GrazMobil: Die zentrale App
Die offizielle App der Holding Graz Linien heißt seit 2018 GrazMobil. Sie ist kostenlos für iOS und Android verfügbar und übernimmt drei zentrale Funktionen: Sie kauft digitale Tickets (Stundenkarten, 24-Stunden-Karten, Wochen- und Monatskarten), zeigt in Echtzeit Abfahrtszeiten an jeder Haltestelle und liefert einen Routenplaner für Verbindungen in Graz und der gesamten Steiermark. Auch Fahrkarten für S-Bahn und Regionalbusse lassen sich über GrazMobil kaufen, solange sie zum Verbund Linie gehören.
Die App wurde laut Holding Graz bis 2025 über 477.000 Mal heruntergeladen; rund 4,1 Millionen Tickets wurden darüber bereits verkauft. Inzwischen wird jedes vierte Ticket in Graz über GrazMobil bezahlt. Das Bezahlen erfolgt per Kreditkarte (Visa, Mastercard, Diners), Apple Pay oder eps-Überweisung. Die App ist der schnellste Weg, eine Stundenkarte zu lösen, solange die Fahrgäste das Ticket vor dem Einsteigen aktiviert haben. Für Touristen ist die Verwendung der App der bequemste Zugang zum System - nicht zuletzt, weil sie auf Deutsch und Englisch verfügbar ist.
Schwarzfahren: Was die Kontrolle kostet
Die Grazer Öffis werden in unregelmäßigen Abständen von Kontrolleuren der Holding Graz überprüft. Wer ohne gültiges Ticket angetroffen wird, zahlt je nach Zahlungsart unterschiedliche Beträge. Bei sofortiger Barzahlung (oder Kartenzahlung direkt beim Kontrolleur) liegt die Mehrgebühr für Erwachsene bei 105 €; zahlt man per Erlagschein, steigt der Betrag deutlich. Für Jugendliche unter 18 Jahren gilt ein reduzierter Tarif. Wer eine personalisierte Jahreskarte hat, sie aber vergessen hat, kann die Strafe unter bestimmten Bedingungen (Vorlage des Tickets innerhalb von drei Tagen) wieder ablegen. Die genauen Regeln stehen auf der Website der Holding Graz.
Zonen und Park-and-Ride
Das gesamte Stadtgebiet Graz bildet die Tarifzone 101. Wer diese Zone verlässt - etwa zur Shopping City Seiersberg, zum Flughafen in Feldkirchen, nach Gratkorn oder nach Kalsdorf - braucht ein Ticket für die entsprechenden Außenzonen. Das steirische Verbundsystem ist wabenförmig aufgebaut und auf den Karten der Verbund Linie Steiermark nachvollziehbar dargestellt.
Für Pendler aus dem Umland gibt es mehrere Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand. Die größten sind Murpark (Tram 4) mit rund 480 Stellplätzen, Don Bosco (Tram 1) am westlichen Einfallstor, Webling (Busanbindung) im Südwesten und Puntigam Bahnhof mit direkter Tram-5- und S-Bahn-Anbindung. Die Holding Graz bietet für einige dieser Anlagen Kombitickets an, die Parkgebühr und 24-Stunden-Fahrkarte in einem Betrag enthalten - das 24-Stunden-P+R-Kombiticket kostet in der Einfahrtsschranke des Murparks 12,50 €. Für regelmäßige Pendler gibt es zudem das Klimaticket-P+R mit einer jährlichen Parkgebühr ab 276,00 €.
Barrierefreiheit
Die meisten Grazer Straßenbahnwagen sind Niederflurfahrzeuge, die ohne Stufe betreten werden können. Ältere Hochflurwagen sind in den letzten Jahren schrittweise ausgemustert worden, einige Kurse werden aber noch mit Fahrzeugen älterer Bauart gefahren. Fast alle zentralen Haltestellen sind mit Aufzügen, taktilen Leitlinien und akustischen Ansagen ausgestattet. Die Busse der Holding Graz sind durchgehend mit Rollstuhlrampen ausgerüstet; die Niederflurabdeckung liegt bei nahezu 100 Prozent.
Für Fahrgäste mit Sehbehinderung gibt es an vielen Haltestellen taktile Bodenelemente und akustische Ansagen der nächsten Stationen; in Ausnahmefällen werden Begleitpersonen der Holding Graz für Fahrten durch das Netz zur Verfügung gestellt, wenn ein Bedarf rechtzeitig angemeldet wird. Die offizielle Kundenbetreuung ist über die Mobilitäts- und Vertriebszentrale in der Jakominiplatz-Passage erreichbar.
Fahrrad mitnehmen: Nur eingeschränkt
Die Mitnahme von Fahrrädern in den Grazer Öffis ist nur eingeschränkt möglich. In den Straßenbahnen werden Fahrräder grundsätzlich nicht befördert - weder in der Haupt- noch in der Nebenverkehrszeit. In den Bussen der Holding Graz ist die Mitnahme ebenfalls ausgeschlossen, mit Ausnahme einzelner Regionalbuslinien. Die S-Bahn Steiermark hingegen erlaubt die Fahrradmitnahme gegen ein reduziertes Zusatzticket. Wer in Graz Rad und Öffis kombinieren will, setzt auf das eigene Rad plus den städtischen Nahverkehr am Ausgangs- und Zielpunkt oder nutzt das Leihradsystem „tim", das Carsharing, Leihräder und andere Mobilitätsformen an zentralen Stationen bündelt.
Graz Linien im Vergleich
Im Vergleich zu Wien ist das Grazer System übersichtlicher und räumlich konzentriert. Wer die Linie 1, 5 oder 7 beherrscht, hat bereits einen Großteil der relevanten Anfahrten im Griff. Im Vergleich zu Linz und Salzburg ist das Grazer Netz deutlich dichter und leistungsfähiger; die Zahl der Tramlinien pro Einwohner ist eine der höchsten Österreichs. Im europäischen Vergleich gehört Graz zu den Städten, deren Öffi-System für Tagesgäste ohne langes Studium der Tarife nutzbar ist - insbesondere über die GrazMobil-App und mit der Graz Card.
Wer längere Zeit in der Stadt lebt, stellt schnell fest, dass das Auto im Zentrum oft die langsamere und deutlich teurere Option ist. Park-and-Ride-Kombitickets, die Jahreskarte und die gute Flächendeckung der Tramlinien machen den Alltag ohne eigenes Fahrzeug in Graz problemlos machbar - eine Erfahrung, die Hunderttausende Grazer täglich bestätigen.