Haubenlokale in Graz: Alle Restaurants mit Gault&Millau-Hauben
27 Restaurants in Graz und Umgebung tragen im Gault&Millau 2027 mindestens eine Haube, vier davon die vierte. Mit Menüpreisen, Abenden und Telefonnummern, vom Marktstandl bis zum Gewölbe im Parkhotel.
Hauben, Punkte und Sterne: So lesen Sie die Bewertungen
Der Gault&Millau 2027 ist am 19. Oktober 2026 erschienen. Bewertet wird auf einer Skala bis 20 Punkte, und seit dem Guide 2020 gibt es fünf statt vier Hauben: Die erste Haube beginnt bei 11 Punkten, die fünfte bei 19, wie Tageskarte zur Einführung berichtete. Dazwischen liegen die Stufen in Schritten von zwei Punkten: 13 Punkte sind zwei Hauben, 15 Punkte drei, 17 Punkte vier.
Fünf Hauben hat in Graz niemand, österreichweit tragen sie nur acht Häuser. Vier Hauben haben 97 Restaurants in Österreich, im Vorjahr waren es 82. Im Großraum Graz sind es vier, und drei davon liegen mitten in der Stadt.
Der Guide Michelin bewertet anders, mit Sternen statt Punkten, und er ist in Graz deutlich sparsamer. Mit einem Stern ausgezeichnet sind laut der Michelin-Liste 2026 genau drei Grazer Restaurants: das Artis, die Genießerei am Markt und Zur goldenen Birn. Alle drei sind auch Vier-Hauben-Lokale. Zwei Sterne hat in der ganzen Steiermark nur die Weinbank in Ehrenhausen.
Bewertungen, Preise und Öffnungszeiten: Stand Oktober 2026.
Alle 27 Haubenlokale auf einen Blick
| Restaurant | Ort | Hauben | Punkte | Michelin |
|---|---|---|---|---|
| Zur goldenen Birn | Graz | 4 | 17,5 | 1 Stern |
| Artis | Graz | 4 | 17 | 1 Stern |
| Genießerei am Markt | Graz | 4 | 17 | 1 Stern |
| Das Edelsbrunner | Premstätten | 4 | 17 | gelistet |
| Gerüchteküche | Graz | 3 | 16 | |
| Schmidhofer im Palais | Graz | 3 | 15,5 | gelistet |
| Starcke Haus | Graz | 3 | 15,5 | gelistet |
| Vina | Graz | 3 | 15 | |
| Kabuff | Graz | 2 | 14,5 | gelistet |
| Restaurant Kupferdachl | Premstätten | 2 | 14,5 | gelistet |
| Kehlberghof | Graz | 2 | 14 | gelistet |
| Mohrenwirt | Graz | 2 | 14 | Bib Gourmand |
| Rauch & Rebe | Graz | 2 | 14 | Bib Gourmand |
| Stammtisch am Paulustor | Graz | 2 | 14 | gelistet |
| Arravané | Graz | 2 | 13,5 | gelistet |
| Restaurant Schlossberg | Graz | 2 | 13,5 | gelistet |
| Toshi | Graz | 2 | 13,5 | |
| El Gaucho im Landhaus | Graz | 2 | 13 | |
| Landhaus Rois | Frohnleiten | 2 | 13 | |
| Der Kreuzwirt | Thal | 1 | 12,5 | |
| Florian im Parkhotel | Graz | 1 | 12,5 | |
| Sudhaus | Graz | 1 | 12,5 | |
| Bar Amouro | Graz | 1 | 12 | |
| Kornati | Graz | 1 | 12 | |
| Zur Linde | Rein | 1 | 12 | |
| Liebocher Stub'n | Lieboch | 1 | 11 | |
| Thorbauer | Graz | 1 | 11 |
Quelle: Gault&Millau Guide 2027, Guide Michelin Österreich 2026. „Gelistet“ heißt: im Michelin empfohlen, ohne Stern oder Bib Gourmand.
Vier Hauben: die Spitze der Stadt
Drei der vier Vier-Hauben-Küchen arbeiten nur an wenigen Abenden pro Woche, meist Donnerstag bis Samstag. Wer an einem Dienstag fein essen will, hat in dieser Klasse genau eine Wahl: das Artis.
8010 Graz
(im Parkhotel)
Die höchstbewertete Küche im Raum Graz. Jan Eggers kocht im Parkhotel in einem rund 450 Jahre alten Gewölbe, der Gault&Millau hält die 17,5 Punkte aus dem Vorjahr. Im März 2026 kam der erste Michelin-Stern dazu. Eggers war 2024 Patissier des Jahres im Gault&Millau, und die Desserts merkt man dem Menü an: Die Kritik lobt ein Calvados-Mousse mit weißer Schokolade, davor stehen Carabineiro mit Zitronenzeste und Gänseleber oder Steinbutt mit Pastinake und Kaviar. Ein fester Zwischengang heißt „Sisis Koks“, eine Anspielung auf die Kaiserin, mit fermentiertem Apfel und Rieslingschaum.
Es gibt zwei Menüs: sechs Gänge um 180 Euro, acht Gänge um 208 Euro, die Weinbegleitung kostet 100 bzw. 120 Euro. Serviert wird Donnerstag bis Samstag, Tische sind zwischen 18 und 19:30 Uhr zu haben. Eine vegetarische oder pescetarische Variante kocht die Küche, wenn Sie das mindestens 48 Stunden vorher sagen.
8010 Graz
Philipp Dyczek hat sich mit dem Artis Jahr für Jahr hochgearbeitet, mit dem Guide 2027 ist die vierte Haube da. Die Küche schaut stark nach Asien: Laut Gault&Millau gibt es Pie Tee mit Hamachi und Räucherkaviar, dry-aged Makrele mit Wasabi und fermentierter Marille, Seewolf mit Morchel und einer Beurre blanc auf Dashi-Basis. Den Kaiserschmarren serviert Dyczek als Takoyaki-Kugeln. Das Artis ist das einzige Grazer Mitglied der Jeunes Restaurateurs, einen Michelin-Stern hatte es schon 2025.
Das Menü heißt „Menu Surprise“ und kommt in drei Größen: 8 Gänge um 155 Euro (nur Dienstag bis Donnerstag), 12 Gänge um 185 Euro, 16 Gänge um 215 Euro, Gedeck jeweils inklusive. Die Weinbegleitung kostet 65, 85 oder 115 Euro, die Karte führt über 200 Weine. Das Menü wechselt alle zwei Monate. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag am Abend, an einem Chef's Table sitzen Sie direkt vor der offenen Küche.
Marktstand 23/25
8010 Graz
Vier Hauben in einem Marktstand am Kaiser-Josef-Markt. Alexander Posch kocht hier seit 2025 für die Familie Grossauer, im Guide 2026 standen 14,5 Punkte, jetzt sind es 17. Mit 2,5 Punkten Plus gehört Posch österreichweit zu den größten Aufsteigern des Jahrgangs. Mittags, Dienstag bis Samstag von 11:30 bis 14 Uhr, kocht die Küche, was die Bauern rundherum gerade verkaufen, das Mittagsmenü verschickt das Lokal wöchentlich per E-Mail.
Am Abend, Donnerstag bis Samstag ab 18 Uhr, läuft das Steiermark(t)dinner „in zehn Akten“ oder in einer kürzeren Fassung. Der Gault&Millau hebt Rote Rübe mit Forellenkaviar und Estragon hervor, Kabeljau mit einer Beurre blanc aus Apfelmost und Rinderzunge mit eingelegtem Ingwer. Einen Menüpreis nennt die Genießerei online nicht, er wird bei der Reservierung genannt. Von 20. Oktober bis 1. November 2026 gibt es das Dinner als Trüffel-Edition zum Trüffelfestival.
8141 Premstätten
Das vierte Vier-Hauben-Lokal liegt in Premstätten, im selben Haus wie das Wirtshaus Kupferdachl. Daniel Edelsbrunner hält die 17 Punkte aus dem Vorjahr. Auf den Teller kommen laut Gault&Millau steirische Garnelen, Forelle, Saibling und Zander, die Weinkarte setzt auf die Steiermark und wird in Zalto-Gläsern serviert.
Zwei Menüs stehen zur Wahl, Happen, Gedeck, Amuse und Petit Four sind jeweils inklusive: der „Kleine Genuss“ mit vier Gängen um 129 Euro und der „Große Genuss“ mit sieben Gängen um 179 Euro. Menübeginn ist Donnerstag und Freitag um 18 oder 18:30 Uhr, am Samstag auch mittags um 12 Uhr. Hunde sind im Edelsbrunner nicht erlaubt.
Drei Hauben: von pflanzlich bis vietnamesisch
In der Drei-Hauben-Klasse ist Graz am vielseitigsten. Ein rein pflanzliches Menü, ein Gourmetmenü mit Blick über die Dächer, à la carte im Palais und vietnamesisches Fine Dining: Die vier Lokale haben wenig gemeinsam außer der Bewertung.
8010 Graz
Michael Wankerl kocht ohne ein einziges tierisches Produkt, und das auf 16 Punkten, einem mehr als im Vorjahr. Den Abend beginnen alle Gäste gemeinsam um 18:30 Uhr, dann folgt ein Überraschungsmenü mit mindestens sechs Gängen um 99 Euro inklusive Gedeck. Die Getränkebegleitung kostet 45 Euro, alkoholfrei 42 Euro. Jeder Gang ist laut Gault&Millau nach einem von vier Produzenten benannt, ein Rettich-Gang in vielen Texturen und Zwiebel mit XO-Sauce sind dort hervorgehoben.
Geöffnet ist Montag bis Freitag. Das ist ungewöhnlich: Die Gerüchteküche ist eines von nur zwei Drei-Hauben-Lokalen in Graz, die schon am Montagabend kochen, und am Wochenende hat sie zu. Wer mehr als 15 Minuten zu spät kommt, verliert den reservierten Platz. Mehr pflanzliche Adressen stehen im Artikel Vegan essen in Graz.
8010 Graz
Herbert Schmidhofer kocht als einziger der Drei-Hauben-Köche ganz klassisch à la carte, mittags wie abends. Sein Signature-Gericht steht seit 1999 auf der Karte: die Beef-Tatar-Torte um 37 Euro. Dazu kommen Steinbuttfilet in der Kartoffelkruste um 48 Euro und das Black-Angus-Filetsteak um 52 Euro. Der Gault&Millau gibt einen halben Punkt mehr als im Vorjahr und nennt als Dessert eine Frozen Piña Colada.
Die Küche hat Montag bis Freitag von 12 bis 14:30 und von 18 bis 21:30 Uhr offen, am Wochenende und an Feiertagen ist geschlossen. Reserviert wird nur telefonisch. Das Gedeck kostet mittags 4 und abends 8 Euro. Dazu kommen Winzerdinner, bei denen die Winzer selbst im Lokal sind.
Milivoj Novak kocht im alten Winzerhaus am Schloßberg, seine Frau Manuela führt den Weinservice. Mit dem Guide 2027 steigt er um einen Punkt auf 15,5 und bekommt die dritte Haube. Laut Gault&Millau liegt die Stärke beim Fisch: Jakobsmuschel mit Kaviar, Hummer mit Karotte, als Höhepunkt ein Kalbsfilet.
Das Abendmenü heißt „Genussreise“: fünf Gänge um 160 Euro, sieben Gänge um 190 Euro. Die Weinbegleitung kostet 70 Euro für fünf und 85 Euro für sechs Gläser. Empfang ist Donnerstag bis Samstag um 18:30, das Menü beginnt um 19 Uhr. Wer weniger als 48 Stunden vorher absagt, zahlt 120 Euro pro Person. Kürzer und günstiger ist der Light-Lunch, von Oktober bis April nur freitags um 12 Uhr.
8010 Graz
Der größte Sprung des Jahrgangs in Graz: Im Vorjahr hatte das Vina 12 Punkte und eine Haube, jetzt sind es 15 Punkte und drei Hauben. Der Grund ist ein eigener Fine-Dining-Bereich für rund 20 Gäste, den Küchenchef Robert Nguyen im Mai 2026 im bestehenden Restaurant eröffnet hat. Der Gault&Millau beschreibt Bruchreis mit Schweinerippe und Ei, Wellhornschnecke mit Chili und Zitronengras und Reisnudelrollen mit Gänseleber.
Das Gourmetmenü mit sechs Gängen kostet 95 Euro und ist damit das günstigste Drei-Hauben-Menü der Stadt. Die Fine-Dine-Gerichte gibt es auch einzeln. Der Fine-Dining-Bereich ist Donnerstag bis Samstag ab 18 Uhr offen, das reguläre Vina mit seiner vietnamesischen Karte bereits ab Dienstag mittags. Mehr zur asiatischen Küche der Stadt steht im Artikel Asiatisch essen in Graz.
Zwei Hauben in der Stadt
Bei zwei Hauben wird es in Graz breit und erschwinglich. Neun Lokale in der Stadt halten diese Stufe, vom Steakhaus über die Sushi-Bar bis zum Wirtshaus am Stadtrand. Zwei davon tragen zusätzlich den Bib Gourmand des Michelin, die Auszeichnung für gutes Essen zu fairen Preisen.
8020 Graz
Die Zwillingsschwestern Eva und Julia Schnabl führen das kleine Lokal am Lendkai, Eva in der Küche, Julia im Gastraum. Eva Schnabl hat vorher im Mühltalhof bei Philip Rachinger gekocht, dem Koch des Jahres 2027. Im Kabuff sind rund 90 Prozent der Gerichte vegetarisch, Fisch und Fleisch kommen selten und meist über persönliche Kontakte. Dafür hat das Lokal den Future Award Steiermark 2027 bekommen. Im März 2026 hatte der Guide Michelin dem Kabuff einen grünen Stern für Nachhaltigkeit verliehen, diese Auszeichnung hat Michelin inzwischen abgeschafft.
Gegessen wird geteilt: Das „Casual Sharing Dinner“ läuft Donnerstag bis Samstag von 17 bis 22 Uhr, am Wochenende gibt es von 9 bis 13 Uhr Frühstück. Das Sauerteigbrot wird täglich gebacken, im Glas sind Bio- und Naturweine. Für die Abendreservierung verlangt das Kabuff eine Kreditkarte, kostenlos stornieren lässt sich bis sechs Stunden vorher. Mehr zum Viertel steht im Porträt des Bezirks Lend.
8054 Graz-Straßgang
Sarah Klug und Hermann Ortner kochen steirisch mit Zutaten aus dem eigenen Garten, und zwar mit dem höchsten Falstaff-Wert aller Zwei-Hauben-Lokale der Stadt: 93 Punkte. Laut Gault&Millau stehen Bio-Erbsensuppe mit Minze, Kavalierspitz mit Apfelkren und Apfel-Mohn-Strudel auf der Karte. Der Weinkeller umfasst rund 750 Etiketten, vom Gastgarten blicken Sie über Graz.
Mittags kostet das Menü 25 Euro für zwei und 29 Euro für drei Gänge, das ist einer der günstigsten Wege zu einem Haubenessen in Graz. Abends gibt es ein Überraschungsmenü mit sechs Gängen um 97 Euro oder sieben Gängen um 114 Euro. Die Küche hat Dienstag bis Samstag von 11:30 bis 14 und von 18 bis 21 Uhr offen. Ab 30. Oktober 2026 steht das Martini-Ganserl um 41,50 Euro auf der Karte.
8020 Graz
Ein Wirtshaus wenige Schritte vom Kunsthaus, mit Bio-Fleisch und klassischer Karte. Küchenchef Lukas Lepsic serviert laut Gault&Millau Bio-Rind im Kupferpfandl, Backhendl im Körbchen und Kaiserschmarren mit Mohneis. Auf der Karte kostet das halbe Bio-Backhendl 24 Euro, das Wiener Schnitzel vom Weidekalb 32 Euro, der Kaiserschmarrn 19 Euro. Für Vegetarier gibt es eine eigene Rubrik, etwa gebackene Bio-Pilze um 22 Euro.
Der Michelin führt den Mohrenwirt mit Bib Gourmand. Geöffnet ist Mittwoch bis Samstag von 11:30 bis 23 Uhr, warme Küche bis 21:15. Mittags gibt es ein Menü um 20 oder 22 Euro mit Vorspeise, Hauptgang und Espresso.
8010 Graz
(im Augarten Art Hotel)
Laut Kleiner Zeitung ist das Rauch & Rebe neu im Guide und steigt gleich mit zwei Hauben ein. Küchenchef ist Christian Bernhard, Sommelier Michael Stafford. Der Gault&Millau nennt Tatar vom Milchkalb, geräucherten Wels und Spareribs mit Honig-Whiskey-Glasur, im Glas überwiegend steirische Weine. Der Michelin hat dem Lokal einen Bib Gourmand gegeben.
Auf der Abendkarte kostet das Wiener Schnitzel vom Milchkalb 30 Euro, die Spareribs 26 Euro, ein Kürbis-Linsen-Eintopf 24 Euro und das Filetsteak Rossini 59 Euro. Mittags gibt es ein Zwei-Gänge-Menü und Tagesgerichte. Die Küche hat Dienstag bis Samstag von 12 bis 14 und von 18 bis 21:30 Uhr offen, im Sommer wird auf der Terrasse serviert.
8010 Graz
Claudia Pongratz und Küchenchef Andreas Hamler bewirten im Innenhof eines Gartenshops, der im Sommer zum Gastgarten wird. Der Gault&Millau bleibt bei 14 Punkten und lobt Ceviche von der Lachsforelle mit Rhabarber und geschmorte Schwarzwurzeln mit Haselnuss und Portwein.
Der Businesslunch mit zwei Gängen kostet Mittwoch bis Freitag 20 Euro. À la carte liegen die Hauptgerichte zwischen dem Wiener Schnitzel um 25 Euro (Beilage extra) und dem Ochsenfilet um 36 Euro. Geöffnet ist Mittwoch bis Samstag von 12 bis 22:30 Uhr, die Küche schließt um 20:30 Uhr und damit früher als bei den meisten anderen Haubenlokalen.
8010 Graz
Das Restaurant am Merkur Campus ist untertags Kantine und Café und abends Haubenlokal. Thomas Galler kocht laut Gault&Millau Karfiol mit schwarzem Knoblauch und gebackenen Kalbskopf mit Chorizo-Mayo, Anita Kurz stellt steirische und italienische Weine dazu. Gegenüber dem Vorjahr gibt es einen halben Punkt mehr.
Das Chef's-Choice-Menü mit fünf Gängen kostet 78 Euro, die Weinbegleitung 39 Euro, die alkoholfreie 32 Euro. Mittags gibt es Hauptspeisen um 11,90 und 15,20 Euro. Das Restaurant hat Montag und Dienstag bis 18 Uhr, Mittwoch bis Freitag bis 23 Uhr offen, die Küche kocht von 11:30 bis 14 und von 17 bis 21:30 Uhr. Am Wochenende ist zu.
8010 Graz
Das Restaurant liegt direkt neben der Bergstation der Schloßbergbahn, Küchenchef ist Markus Meichenitsch. Der Tester des Gault&Millau hält das Perlhuhn für das beste der Stadt, auf der Karte kostet es 39 Euro. Bemängelt wird, dass bei den offenen Weinen Weingut und Jahrgang fehlen.
Ein Menü stellen Sie sich frei aus der Karte zusammen: drei Gänge um 62 Euro, vier um 74, fünf um 89 Euro. Für Vegetarier steht ein veganes Portobello-Steak um 29 Euro auf der Karte. Geöffnet ist Mittwoch und Donnerstag ab 17 Uhr, Freitag und Samstag ab 11 Uhr und Sonntag mittags von 11:30 bis 15 Uhr. Wer nur auf ein Bier hinauf will, geht in den Biergarten nebenan, mehr dazu im Artikel über Rooftop-Bars und Aussichtslokale.
Die Sushi-Bar am Südtirolerplatz steigt um einen halben Punkt. Gründer und Sushimeister Wei Sun arbeitet mit Sommelier Martin Essl-Franz, die Wein- und Sake-Auswahl ist laut Gault&Millau groß. Hervorgehoben sind geflämmter Lachs mit Togarashi, Albacore mit Ponzu und Bao mit Schweinebauch.
Auf der Herbstkarte stehen zwei Menüs mit je vier Gängen: die „Toshi Special Sushi Experience“ um 55 Euro und die „Premium Sushi Experience“ um 85 Euro. Toshi hat am Montag durchgehend von 11 bis 24 Uhr offen, Dienstag bis Donnerstag ab 17 Uhr, Freitag und Samstag wieder ab 11 Uhr. Montags und freitags gibt es mittags Bento. Weitere Adressen stehen im Artikel Sushi in Graz.
8010 Graz
Das Steakhaus der Familie Grossauer im Landhaus hat wie die Bar Amouro an allen sieben Tagen der Woche offen. Der Gault&Millau nennt Huft, Rump, Rib Eye und den dry-aged Queen's Cut, dazu Almbullensteaks mit 300 oder 400 Gramm. Für Vegetarier gibt es Kürbisrolle und Karfiolsteak.
Das heimische Bio-Dry-Aged-Beef kostet 14 Euro pro 100 Gramm, das Huftsteak mit 200 Gramm 22 Euro, das Filetsteak mit 250 Gramm 43 Euro. Montag bis Donnerstag ist ab 17 Uhr offen, Freitag bis Sonntag ab 11:30 Uhr. Im Sommer sitzen Sie im Innenhof des Landhauses. Mehr Lokale mit langen Küchenzeiten stehen im Artikel über späte Küche in Graz.
Eine Haube: Wirtshaus, Brauerei, Adria
Bei einer Haube zeigt sich, wie weit der Gault&Millau das Feld fasst. Eine Gastbrauerei steht hier neben einem Hotelrestaurant, einer Bar mit levantinischer Küche und einem Wirtshaus mit Achtgangmenü am Freitagabend.
8010 Graz
Das zweite Restaurant im Parkhotel, ein Stockwerk unter dem Anspruch der Goldenen Birn. Kurt Mörth kocht laut Gault&Millau bürgerlich auf zeitgemäßem Niveau, in getäfelten Stuben mit Wintergarten und Rosengarten. Auf der Karte stehen Tafelspitzbouillon um 8,50 Euro, der Parkhotel-Tafelspitz um 26 Euro, das Kalbsschnitzel um 29 Euro und der Hirschkalbsrücken um 38 Euro.
Die Küche hat Montag bis Samstag von 12 bis 14 und von 18 bis 22 Uhr offen, am Sonntag nur mittags. Ein Blick in den Weinkeller lohnt sich laut Guide.
Die Gastbrauerei von Anton Paar ist das einzige Haubenlokal von Graz, in dem das Bier wichtiger ist als der Wein. Küchenchef Mario Schnitzer serviert das Altsteirische Bierhendl, das laut Karte 30 Minuten im Bier badet, um 24 Euro. Das Kalbsschnitzel kostet 28 Euro, das 300-Gramm-Ribeye 49 Euro. Der Gault&Millau lobt Bier und flotten Service und nennt die Portionen großzügig.
Offen ist Montag bis Donnerstag von 15 bis 22 Uhr, am Freitag ab 12 Uhr, am Wochenende ist zu. Ganztägige Braukurse bietet das Sudhaus ebenfalls an. Mehr zur Bierszene steht im Artikel über Craftbeer in Graz.
Eine Bar mit Haube, und die einzige mit Frühstück ab 6:30 Uhr. Das Lokal des Aiola-Teams kocht levantinisch mit Meze, der Gault&Millau nennt gebackenen Karfiol mit Miso-Mayo, Hamachi und Pinsa mit Roastbeef, Feige und Honig. Zu zweit oder in der Gruppe bietet sich das Sharing-Menü „Sofra“ um 58 Euro pro Person an: drei Meze, drei Vorspeisen, drei Hauptgerichte und zwei Desserts.
Meze kosten 5,50 bis 8,50 Euro, Hauptgerichte 13,50 bis 41,50 Euro. Geöffnet ist Montag bis Freitag ab 6:30, am Wochenende ab 7 Uhr, jeweils bis Mitternacht. Die Cocktails beschreibt der Artikel über Cocktailbars in Graz.
Fisch und Meeresfrüchte aus Kroatien, über Holzkohle gegrillt, seit 2011. Küchenchef Borivoj Radmanovic serviert laut Gault&Millau Petersfisch und als stärkstes Gericht den „Eintopf Kornati“ mit Trüffelpolenta, der auf der Karte 37 Euro kostet.
Das Tasting-Menü kostet mit vier Gängen 69,90 Euro und mit fünf Gängen 79,90 Euro, die Weinbegleitung 34 bzw. 46 Euro. Kürzer ist „Chef's Choice“ mit drei Gängen um 49,90 Euro. Das Kornati hat Montag bis Samstag von 17 bis 23 Uhr offen.
8052 Graz-Wetzelsdorf
Martin und Leopoldine Thorbauer führen das Wirtshaus in Wetzelsdorf seit 2008. Tagsüber gibt es Klassiker wie Rindsuppe und Schnitzel, laut Gault&Millau lohnt sich besonders das Mittagsmenü mit drei Gängen von Mittwoch bis Freitag.
Das Bemerkenswerte ist der Freitagabend: Um 18 Uhr serviert Martin Thorbauer ein Achtgangmenü um 70 Euro, kein anderes Grazer Haubenlokal serviert so viele Gänge so günstig. Für 2026 ist es ausgebucht, eine Warteliste gibt es. Reserviert wird nur telefonisch. Von 23. Dezember bis 3. Jänner 2027 ist Betriebsurlaub.
Rund um Graz
Außerhalb der Stadtgrenze liegen neben dem Edelsbrunner fünf weitere Haubenlokale: in Premstätten, Frohnleiten, Thal, Rein und Lieboch. Alle fünf kochen auch mittags, und drei davon haben am Sonntag offen: Landhaus Rois, Kreuzwirt und Zur Linde.
8141 Premstätten
Das Wirtshaus im Haus des Edelsbrunner, mit demselben Küchenchef und einem halben Punkt mehr als im Vorjahr. Der Gault&Millau nennt gebackenes Bries, Bauch vom Strohschwein mit Serviettenknödel und Schokoladenkuchen aus Zotter-Schokolade. Offen ist Mittwoch bis Samstag mittags und abends, die Küche kocht bis 14:30 und von 17:30 bis 21 Uhr. Von 29. Oktober bis 15. November 2026 ist Gansl-Saison.
8130 Frohnleiten
Reinhard Rois kocht regional und anspruchsvoll, besonders gelobt sind im Gault&Millau die Desserts und das Wiener Schnitzel. Kritisch vermerkt der Tester 50 Minuten Wartezeit bis zur Vorspeise. Es gibt Menüs mit vier und fünf Gängen, Preise nennt das Haus dafür online nicht. Das Mittagsmenü kostet 19 Euro. Montag bis Mittwoch ist Ruhetag, die Küche kocht Donnerstag bis Samstag von 11:30 bis 20:30 Uhr und am Sonntag bis 18 Uhr.
8051 Thal
Ausflugsgasthaus am Grazer Stadtrand nahe dem Thalersee, mit Garten unter alten Linden. Küchenchef Roman Pekarz kocht leicht und regional, der Fisch kommt aus der Aquaponik-Fischmanufaktur in Thal, laut Karte 100 Meter entfernt. Der Gault&Millau nennt eine Fischsuppe mit Flusskrebsen und Wels, sie kostet 14 Euro. Das Genussmenü kostet mit drei Gängen 54 Euro und mit fünf Gängen 74 Euro, die Weinbegleitung 24 oder 39 Euro. Die Küche kocht Mittwoch bis Samstag von 11 bis 21 Uhr und am Sonntag bis 19 Uhr.
Der Gasthof der Familie Falb-Oberreiter liegt wenige Schritte vom Zisterzienserstift Rein. Peter Falb kocht bürgerlich, der Gault&Millau lobt vor allem die Saucen, etwa beim Saiblingsfilet mit Safransauce und beim Kalbsrücken mit Morchelsauce. Offen ist Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen, ein Tisch muss reserviert werden.
8501 Lieboch
Das Restaurant im Hotel Lieboch Living. Markus Gröblbauer kocht zeitgenössisch regional, der Gault&Millau nennt steirisches Vitello, Wolfsbarschfilet und Pilzravioli. Den Gastgarten an der Bundesstraße findet der Tester wegen des Verkehrs weniger angenehm, die Gaststube umso gemütlicher. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag am Abend, Mittwoch bis Freitag auch mittags.
Was ein Haubenabend in Graz kostet
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Gourmetmenü der Grazer Haubenlokale liegt fast das Dreifache. Die Preise gelten pro Person, ohne Getränke.
| Restaurant | Hauben | Menü | Preis |
|---|---|---|---|
| Artis | 4 | 16 Gänge | 215 € |
| Zur goldenen Birn | 4 | 8 Gänge | 208 € |
| Artis | 4 | 8 Gänge (Di-Do) | 155 € |
| Das Edelsbrunner | 4 | 7 Gänge | 179 € |
| Das Edelsbrunner | 4 | 4 Gänge | 129 € |
| Starcke Haus | 3 | 5 Gänge | 160 € |
| Gerüchteküche | 3 | ab 6 Gänge | 99 € |
| Vina | 3 | 6 Gänge | 95 € |
| Kehlberghof | 2 | 6 Gänge | 97 € |
| Restaurant Schlossberg | 2 | 5 Gänge | 89 € |
| Arravané | 2 | 5 Gänge | 78 € |
| Kornati | 1 | 5 Gänge | 79,90 € |
| Der Kreuzwirt | 1 | 5 Gänge | 74 € |
| Thorbauer | 1 | 8 Gänge (nur Fr) | 70 € |
Quelle: Websites der Restaurants, Stand Oktober 2026.
Drei Hauben gibt es unter 100 Euro, im Vina und in der Gerüchteküche. Vier Hauben beginnen bei 129 Euro für das kleine Menü im Edelsbrunner. Die Weinbegleitung verändert die Rechnung stark: In der Goldenen Birn kommen zum großen Menü 120 Euro dazu, im Arravané zum Fünfgangmenü 39 Euro.
Billiger geht es mittags. Ein Haubenessen bekommen Sie im Arravané ab 11,90 Euro, beim Stammtisch am Paulustor um 20 Euro für zwei Gänge, beim Mohrenwirt ab 20 Euro und im Kehlberghof ab 25 Euro. Weitere günstige Adressen für die Mittagspause stehen im Artikel über Mittagsmenüs in Graz. Das Mittagsangebot der Genießerei am Markt kommt von derselben Küche wie das Vier-Hauben-Dinner am Abend.
Wer am Sonntag und am Montag kocht
Die meisten Grazer Haubenlokale haben Sonntag und Montag zu. An diesen beiden Tagen bleibt eine kurze Liste:
- Sonntag: El Gaucho im Landhaus und Bar Amouro ganztags, Restaurant Schlossberg von 11:30 bis 15 Uhr, Florian im Parkhotel mittags, Kabuff zum Frühstück bis 13 Uhr. Am Stadtrand und im Umland: Thorbauer, Kreuzwirt, Landhaus Rois und Zur Linde.
- Montag: Gerüchteküche und Schmidhofer im Palais (beide drei Hauben), dazu Toshi, El Gaucho, Kornati, Florian, Sudhaus, Bar Amouro und tagsüber das Arravané.
Für einen Vier-Hauben-Abend bleibt nur Donnerstag bis Samstag, beim Artis ab Dienstag. Die Plätze sind knapp: Die Genießerei serviert in einem Marktstand, der Fine-Dining-Bereich des Vina hat rund 20 Plätze, der Thorbauer ist für 2026 bereits ausgebucht.
Reservieren und Absagen
Ohne Reservierung kommen Sie in keines der Gourmetmenüs. Bei den Stornoregeln unterscheiden sich die Häuser deutlich:
- Starcke Haus: Absage bis 48 Stunden vorher kostenlos, danach 120 Euro pro Person.
- Kabuff: Kreditkarte für die Abendreservierung, kostenlos bis sechs Stunden vorher.
- Gerüchteküche: Nach 15 Minuten Verspätung wird der Platz weitergegeben, weil alle Gäste gemeinsam um 18:30 Uhr starten.
- Zur goldenen Birn: Vegetarische oder pescetarische Menüs mindestens 48 Stunden vorher anmelden. Im Starcke Haus geben Sie Wünsche dieser Art bei der Reservierung an.
- Schmidhofer im Palais und Thorbauer: Reservierung nur per Telefon.
Wer den Abend mit einem Spaziergang verbinden will, findet Ideen im Artikel über romantische Orte in Graz.